ERP vs. CRM-System: Das sind die Unterschiede bei den Lösungen
Beitrag von Jouni Frommann
Veröffentlicht: 2. März 2026
Das Wichtigste in Kürze
ERP- und CRM-Systeme liefern wichtige Informationen, analysieren Daten und tragen zur Automatisierung bei. Dabei widmen sich das Enterprise Resource Planning (ERP) sowie das Customer Relationship Management (CRM) jeweils spezifischen Bereichen im Unternehmen. CRM fokussiert sich auf die Interaktionen der Kundenschaft, während sich ERP der Ressourcenverwaltung widmet.
- Für ERP und CRM gibt es jeweils spezialisierte Software
- All-in-One-Lösungen wie von Proalpha vereinen beide Bereiche
- Für den Mittelstand sind solche Plattformen oft die bessere Wahl
Was sind die Unterschiede bei ERP und CRM?
ERP und CRM betreffen beide Kernprozesse in Unternehmen. CRM, das Customer-Relationship-Management, fokussiert sich auf die Interaktion mit dem Kundenstamm. Das Enterprise Resource Planning (ERP) hingegen beschäftigt sich mit der Verwaltung hinter den Kulissen.
Bei ERP dreht sich alles um den effizienten Einsatz der Ressourcen im Unternehmensbereich. Es geht also um zwei verschiedene Teilbereiche in Ihrem Unternehmen. Durch den Umfang berühren sich jedoch Prozesse und stehen somit in Wechselwirkung miteinander.
Zum Customer-Relationship-Management gehören so der Kundenservice, die Analyse von Kundendaten und der Bereich des Marketings. Es geht vor allem darum, die Zufriedenheit beim Kundenstamm zu verbessern und die Umsätze zu steigern. Dafür sammelt und analysiert eine CRM-Software Daten aus diesem Bereich. Auf diese Weise hilft Ihnen CRM, die Wünsche der Zielgruppen besser zu verstehen. CRM erschließt zudem neue Absatzkanäle und sagt Kundenwünsche voraus.
Das Enterprise Resource Planning hat hingegen viel mit Effizienz zu tun. Es geht um alle Ressourcen im Unternehmensbereich und deren effizienten Einsatz. Das Ziel ist eine Steigerung der Produktivität. Das gelingt, indem das ERP alle Geschäftsprozesse überwacht. Außerdem erfolgt eine Automatisierung der Abläufe. Das reicht von der Produktion über die Finanzplanung bis hin zu den Human Ressources. Dadurch beschleunigt ERP Prozesse und senkt die Kosten. In seiner Gesamtheit sorgt das ERP für mehr Transparenz und ermöglicht bessere unternehmerische Entscheidungen.
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CRM- und ERP-Systeme: Welche Funktionen bringen die beiden Lösungen mit?
ERP-Plattformen bringen vor allem Funktionen für die Verwaltung und die Kernprozesse in Ihrem Unternehmen mit. CRM-Lösungen stellen Ihnen Funktionen bereit, die eine schnellere und gezieltere Reaktion auf Anfragen ermöglichen. Das reicht von einem zentralen Anlaufpunkt für E-Mails bis hin zu KI für Chatbots auf Webseiten. Damit ist CRM ein Werkzeug für die Bindung von Kunden. Die gesammelten Daten sind zudem hilfreich für die Business Intelligence.
Statistiken von Eurostat [1] aus dem Jahre 2023 zeigen, dass 43,3 Prozent der europäischen Unternehmen eine ERP-Software im Einsatz haben. Aus derselben Statistik geht hervor, dass 25,8 Prozent Software für CRM nutzen. Interessant ist, dass vor allem große Unternehmen solche Anwendungen nutzen. Bei kleinen Betrieben und im Mittelstand ist die Verbreitung noch niedriger.
ERP und CRM im Vergleich
ERP-Funktionen
- Einkauf und Vertrieb
- Lager und Verwaltung
- Logistik
- Finanzbuchhaltung
- Controlling
- Personalverantwortung
- Projektmanagement
- Schnittstellen zum E-Commerce
CRM-Funktionen
- Vertriebsautomatisierung
- Kundenservice und Support
- Kontakmanagement
- Kundenanyltics
- Marketing und Kampganenmanagement
CRM und ERP sind beides sehr umfangreiche Geschäftsbereiche. In Zeiten der digitalen Informationen entstehen hier enorme Mengen an Daten. Aus diesem Grund gibt es für CRM- und ERP-Software mit vielseitigen Funktionen. Solche Systeme sammeln, verarbeiten und analysieren Daten. Darüber hinaus automatisieren die Anwendungen Abläufe in Unternehmen.
ERP vs. CRM: Sind zwei spezielle Lösungen notwendig?
Nicht unbedingt. Separate Lösungen bieten tiefere Spezialisierung, All-in-One-Plattformen dagegen durchgängige Prozesse und weniger Administrationsaufwand.
Bei ERP und CRM gibt es zwei Ansätze. Für beide Bereiche sind spezielle Softwarelösungen verfügbar, die sich jeweils auf die eigenen Aufgaben konzentrieren. Die Alternative sind All-in-On-Lösungen. Beide Konzepte haben Vor- und Nachteile. Für den Mittelstand ist oft eine einzelne Lösung die bessere Option. So profitieren Sie hier von weniger Administrationsaufwand und durchgängigen Prozessen.
Für separate Lösungen bei CRM- und ERP-Systemen sprechen die tiefergreifenden und sehr spezialisierten Funktionen. Die Anbieter solcher Lösungen sind sehr fokussiert auf die eigenen Aufgabenbereiche. Das resultiert oftmals in innovativen Funktionen. Somit erhalten Sie Eigenschaften, die sich zum Vorteil im Geschäftsalltag entwickeln.
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Es gibt aber auch Nachteile von einzelnen Lösungen für das Enterprise-Resource-Planning (ERP) sowie das Customer-Relationship-Management. Dazu gehören vor allem Daten- und Prozessabbrüche. Informationen müssen zwischen den beiden Plattformen fließen. Dafür sind Schnittstellen notwendig. Dies funktioniert nicht immer reibungslos. Die Datenkonsistenz leidet unter solchen Lösungen. Eine Single Source of Truth (also das Prinzip, einen zentralen, allgemein gültigen Datensatz zu schaffen) ist so nicht immer gewährleistet.
Zudem erfordern zwei separate Plattformen häufig doppelte Dateneingaben. Das kostet Zeit und erhöht die Kosten. Das steht im Widerspruch zum eigentlichen Ziel solcher Softwarelösungen. Außerdem sind die laufenden Kosten für zwei Plattformen grundsätzlich höher. Hinzu kommen ein gesteigerter Aufwand für die Integration und Administration. Gerade in mittelständischen und kleinen Betrieben sind dies Punkte, die zu beachten sind.
Bei einem kombinierten CRM- und ERP-System gibt es Vorteile mit interessanten Eigenschaften, besonders für den Mittelstand. Da ist der geringere Aufwand mit der Verwaltung nur einer der Punkte. So müssen Sie Mitarbeitende nur im Umgang mit einer Plattformschulen. Ihre IT hat weniger Arbeit und somit reduzieren sich auch die Kosten. Das gilt besonders für Umgebungen, die sich größtenteils in der Cloud befinden.
Spezialisierte ERP- und CRM-Software oder All-in-One-Plattform: Was ist besser?
Welche Option die beste Wahl ist, hängt oft von der Größe des Unternehmens ab. Entscheidend ist auch, ob Sie Best-of-Breed-Funktionen benötigen oder Wert auf durchgängige Prozesse legen. Wer sehr spezielle Funktionen sucht, fährt mit Speziallösungen oft besser. Mittelständische Unternehmen profitieren hingegen eher von All-in-One-Lösungen. Diese sind einfach zu integrieren, anpassbarer und bieten Ihnen gleichzeitig einen breiten Funktionsumfang.
Quellen:
[1] Eurostat – E-businessintegration –https://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/SEPDF/cache/22286.pdf
Jouni Frommann
Jouni Frommann ist Fachinformatiker für Systemintegration mit langjähriger praktischer Erfahrung in der Datenbankverwaltung von ERP-Systemen. Außerdem bringt er Know-how in Webentwicklung und modernen KI-Tools mit. Begeistert von neuen Technologien, die den Arbeitsalltag effizienter und smarter machen, ist er seit 15 Jahren als Fachautor im IT-Bereich tätig und stets darauf bedacht, komplexe Themen verständlich und praxisnah aufzubereiten.
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MICHAEL LUDES
Vice President Presales Proalpha