Wipotec Wiege- und Positioniersysteme GmbH

Gewogen und für gut befunden

Mit dem Erfinden des „Monoblocks“ vor über 25 Jahren begann der Siegeszug der Wipotec GmbH aus Kaiserlautern an die Weltspitze des Hochgeschwindigkeits-Wiegens. Diese Kernkomponente moderner Wägezellen erlaubt bei kürzesten Einschwingzeiten höchste Genauigkeit – auch unter rauen Umgebungsbedingungen. Mit den von Wipotec und der Tochter OCS Checkweighers hergestellten Maschinen lässt sich so das Gewicht von winzigen chemischen Proben mit einem Millionstel Gramm ebenso exakt bestimmen wie von 120 Kilogramm schweren Postpaketen. Weitere Geschäftsfelder ergänzen inzwischen diese Kernkompetenz: darunter Röntgensysteme zum Erkennen von Fremdkörpern in Lebensmittelverpackungen und Systeme zum Zurückverfolgen von Medikamenten. Bereits seit 2004 steuert der Hidden Champion aus der Westpfalz seine Prozesse erfolgreich mit dem ERP-Komplettsystem proALPHA.

Wipotec produziert als Zulieferer Wägezellen für bekannte Unternehmen wie Bosch oder Siemens. Diese verbauen die Komponenten in ihren eigenen Anlagen. Über seine Tochter OCS Checkweighers ist das Unternehmen aber auch direkt in weltweit über 60 Ländern als Komplettanbieter tätig – für die Lebensmittel-, Konsumgüter- und Pharmaindustrie sowie führende Postdienstleister wie DHL, UPS und DPD.

Die Produkte der Innovationsschmiede aus der Westpfalz werden in allen industriellen Produktionsprozessen eingesetzt. Dazu zählt neben der Integration in Kontrollwaagen und Abfüll-/Dosieranlagen auch der Einbau in Verpackungsmaschinen jeglicher Art. „Im pharmazeutischen Bereich verwiegen wir Tabletten, Kapseln, Spritzen und komplette Verpackungen“, berichtet Geschäftsführer Theo Düppre, „bei Lebensmitteln alles, was es im Supermarkt zu kaufen gibt.“

In den Sortieranlagen vieler internationaler Postdienstleister sind die Hightechsysteme aus Kaiserlautern ebenfalls zu finden.

Seit 2004 setzt Wipotec an allen deutschen Standorten und in den Niederlassungen im Ausland proALPHA als zentrales ERP-System ein, aktuell an rund 250 Arbeitsplätzen. Vom Vertrieb über den Einkauf, die Produktion und die Material- und Lagerwirtschaft bis hin zur betriebswirtschaftlichen Analyse werden so alle Unternehmensbereiche abgedeckt. Dabei ist das ERPSystem mit den sich ändernden Anforderungen stetig mitgewachsen. Sei es durch das rasante Stückzahlenwachstum von zuletzt 30 Prozent in 2015, den Zukauf weiterer Firmen oder die internationale Expansion.

wipotec

Branche: Maschinen- & Anlagenbau

Standorte: Kaiserslautern, Schwäbisch Hall, Vertriebs- und Serviceniederlassungen in Mülheim an der Ruhr, Hildesheim und Dessau-Roßlau sowie Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, Niederlande, China und den USA

Produkte: Wägezellen, Hochleistungskontroll- und Durchlaufwaagen, Inspektionssysteme, Röntgenscanner, Track&Trace-Systeme

Umsatz: rd. 100 Mio. Euro (2015)

Mitarbeiter: weltweit 700, davon 500 in Kaiserslautern (06/2016)

www.wipotec.com

Highlights

  • Ein zentrales ERP-System für die gesamte Unternehmensgruppe, das alle Bereiche abdeckt
  • Abbilden einer hohen Fertigungstiefe und des Serien- und Projektgeschäfts
  • Kürzere Lieferzeiten durch schlankere Prozesse und exakte Einhaltung von vereinbarten Lieferterminen
  • Schnelles Anpassen des ERP-Systems an neue Geschäftsfelder und internationale Expansion
  • Mehr Transparenz für das Management durch Echtzeit-Auswertungen

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Weltweit liefern – termingenau

Je nach Komplexitätsgrad liegen die Lieferzeiten der Wipotec-Anlagen heute bei sechs bis 20 Wochen. Dadurch ist ein erheblicher Planungs- und Koordinationsaufwand erforderlich, um am Ende fristgerecht liefern zu können. „Da die Termintreue ein wesentlicher Faktor für die Kundenzufriedenheit ist, steht das Einhalten der vereinbarten Fristen bei uns ganz oben auf der Liste“, betont IT-Coordinator Frank Serr.

Bei vielen Wipotec-Kunden – etwa den Arzneimittelherstellern oder den großen Paketdienstleistern in den USA – laufen die Transportbänder rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. Oft sind deshalb nur ganz schmale Wartungsfenster für den Einbau neuer Anlagen oder die Installation von Ersatzteilen vorgesehen. „Und genau dann müssen unsere Systeme pünktlich vor Ort sein“, unterstreicht Theo Düppre. „Danach hat sich auch die Arbeitsorganisation bei Wipotec zu richten und proALPHA ist dafür das Rückgrat, um die engen Termine einhalten zu können.“

Lösungspartner: FORMAT

Zollmanagement und Exportkontrolle nach aktuellen Vorschriften

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„Mit proALPHA können wir sehr flexibel unsere Produktion steuern und haben jederzeit einen vollständigen Blick auf unsere Wirtschaftlichkeit.“

Theo Düppre, Geschäftsführer der Wipotec GmbH

Serienproduktion und Projektgeschäft in einem einzigen System

Über 25.000 Stücklisten mit 70.000 aktiven und 75.000 inaktiven Teilen werden heute bei Wipotec mit proALPHA verwaltet. Jede Woche kommen im System 50 bis 100 Teile hinzu. Denn neben den Serienprodukten, die auf einem bestehenden Komponentenbaukasten basieren, gibt es bei Wipotec viele Einzelentwicklungen. Diese unterschiedlichen Geschäftsmodelle erfordern verschiedene Planverfahren und differenzierte Produktionsabläufe.

Mit dem proALPHA Modul Advanced Planning and Scheduling (APS) lassen sich die unterschiedlichen Produktionsarten ideal miteinander kombinieren und in einem einzigen System abbilden. Bei der Serienproduktion wird der gesamte Logistik- und Herstellungsprozess so optimiert, dass Kosten und Durchlaufzeiten möglichst gering sind. Im Projektgeschäft ist proALPHA andererseits flexibel genug, um auch besonders ausgefallene Kundenwünsche in kurzer Zeit zu realisieren: von der Konstruktion über Engineering und Bau bis hin zur Inbetriebnahme der neuen Anlage.

Bei individuellen Kundenprojekten wie den Komplettlösungen im Wägebereich, den Röntgenscannern oder den Track&Trace-Systemen setzt Wipotec beim Planen und Fertigen auf wachsende Stücklisten. Dabei startet die Produktion von bestimmten Bauteilen bereits, während die Gesamtanlage noch gar nicht fertig konstruiert ist. Alle Modifikationen im Konstruktions- und Projektverlauf werden dabei im ERP-System dokumentiert.

Anbinden unterschiedlicher Systeme an proALPHA

Anfang 2016 kamen mit dem Wechsel zur proALPHA Version 6.1 weitere ERP-Module hinzu. Etwa das Projektmanagement, um den Sondermaschinenbau noch besser koordinieren zu können. Ebenfalls angebunden an das ERP ist die CRM-Software piaX für den Vertriebsaußendienst.

Zur Kommunikation mit dem elektronischen Zollverfahren ATLAS (Automatisiertes Tarif- und Lokales Zollabwicklungssystem) setzt Wipotec eine Software der Firma Format ein. Diese ist über eine bidirektionale Schnittstelle an das ERP-System angebunden. Die genehmigten Zollpapiere, die darüber zurückkommen, können so automatisch im Dokumenten Management System (DMS) von proALPHA archiviert werden. Hier findet auch eine automatische Belegablage statt. Dazu werden bereits im Wareneingang sämtliche Lieferscheine und Eingangsrechnungen gescannt und automatisch
weiterverarbeitet.

Weitere Effizienzgewinne durch Produktkonfigurator und CA-Link

„Ohne proALPHA hätte sich das Unternehmen sicher ganz anders entwickelt. Unsere Firma würde heute ohne ein solches Komplettsystem nicht funktionieren“, ist IT-Coordinator Serr überzeugt. Doch die Entwicklung geht immer weiter. Schon in naher Zukunft sollen weitere Abläufe optimiert werden. Beispielsweise mit dem Produktkonfigurator von proALPHA.

„Unser Ziel ist es, bereits im Vertrieb alle Kundenanfragen in Standard-, Options- und Engineering- Maschinen zu unterteilen und dann automatisch im ERP-System die erforderlichen Prozesse anzustoßen“, so Düppre. Bei einem Standardprodukt wird dann direkt die erforderliche Stückliste aufgerufen und die Produktion sofort gestartet. Bei Engineering-Maschinen dagegen wird frühzeitig die Konstruktionsabteilung ins Boot geholt. Daraus resultieren erhebliche Zeitvorteile, die fertigen Anlagen landen früher beim Kunden.

Effizienzgewinne soll künftig auch der Einsatz des Moduls CA-Link bringen. Denn bisher müssen die Konstrukteure die Daten aus ihrem CAD-System manuell in proALPHA übertragen. Das kostet Zeit und birgt ein hohes Fehlerrisiko. Mit CA-Link läuft dieser Vorgang in Zukunft automatisiert ab. Zusätzlich können die Konstrukteure aus ihrem gewohnten CAD-Umfeld direkt auf relevante Daten im ERP-System zugreifen und zum Beispiel Lieferzeiten und Einkaufspreise von Materialien einsehen. Das schafft Transparenz für alle Bereiche und mehr Freiräume für die Konstrukteure.

Die Zahlen sprechen für proALPHA

Hinter einer hervorragenden ERP-Branchenlösung steht ein starkes Unternehmen: Die proALPHA Gruppe überzeugt durch Innovationskraft, Anwender­zufriedenheit und Kundennähe – in Deutschland und weltweit.

proALPHA Facts & Figures