PUKY GmbH & Co. KG

Spielend zum Erfolg

1949 mit einer Jahresproduktion von knapp 4.000 Rollern und Dreirädern gestartet, liefert die PUKY GmbH & Co. KG heute rund 700.000 Fahrzeuge „Made in Germany“ jährlich. Bis dato wurden allein rund 4,8 Millionen Dreiräder produziert, die zumeist über mehrere „Kindergenerationen“ weitergereicht werden. Im Jahr 2014 erzielte das Unternehmen ca. 45 Millionen Euro Umsatz. Die rund 100 Mitarbeiter werden unterstützt von etwa 700 behinderten Beschäftigten in externen Werkstätten. Mit der ERP-Lösung proALPHA ist es gelungen, die gesamten Prozesse entlang der Wertschöpfungskette abzubilden – sowohl die internen als auch die externen.

Dezentrale Produktion: Anbindung externer Werkstätten

Innovative Ideen, hochwertige Produkte sowie reibungslose Fertigungsprozesse sind notwendig, um dauerhaft international erfolgreich zu sein. Deshalb ist es sehr wichtig, auch die Logistik zu beherrschen.

Aktuell sind rund 700 Mitarbeiter mit unterschiedlichen Behinderungsgraden in insgesamt zehn externen Werkstätten beschäftigt. Dort finden Verpackungs- und Montagetätigkeiten bis hin zum kompletten Zusammenbau von Kinderfahrrädern statt. Dabei organisieren die Werkstätten in eigener Verantwortung Art und Umfang der Tätigkeiten, während PUKY das Material zur Verfügung stellt und im Rahmen regelmäßiger Qualitätsaudits die montierten Fahrzeuge überprüft. Mit dieser Arbeitsteilung ist ein hoher logistischer Aufwand verbunden. Material- und Werteflüsse sind einerseits korrekt zu verwalten, andererseits verfügen die Werkstätten typischerweise nicht über eine IT-technische Organisationsstruktur im Sinne eines Warenwirtschaftssystems. Für diese Anforderungen hat PUKY mit proALPHA die passende Lösung gefunden. Die Software bildet die Produktion bei PUKY und in den externen Werkstätten sowie die komplexe Logistik in einem System ab.

Branche: Metallverarbeitung

Standorte: Deutschland

Produkte: Dreiräder, Laufräder, Kinderfahrräder, Einräder, Go-Karts, Rollerme

Umsatz: 45 Mio. Euro (2014)

Mitarbeiter: 100 (ca. 700 in externen Werkstätten)

www.puky.de

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Highlights

  • Flexibilität der Lösung zur Umsetzung unternehmensspezifischer Anforderungen im Standard
  • Integration von externen Werkstätten in das ERP-System
  • Just-in-Time-Lieferung von Materialien an verschiedene Produktionsstandorte
  • Flexible Anbindung eines Web-Shops für Bestellungen aus dem Fachhandel
  • Präzise Kalkulation aufgrund durchgängiger Materialwirtschaft (MaWi)

Rückmeldungen per proALPHA E-Business (B2B)

Die Materialversorgung für PUKY sowie die Jahreskapazitäten der externen Werkstätten werden in proALPHA geplant. Für die laufenden Planungen sind die Werkstätten in proALPHA jeweils als eigene Dispositionsbereiche und die Abläufe als Werksbestellungen organisiert. Rückmeldungen zu den Aufträgen setzen die Werkstätten mittels B2B-Modul über ein Internetportal in proALPHA ab. Hier können die Verantwortlichen in den Werkstätten die für sie vorgesehenen Aufträge einsehen. Für als fertig gemeldete Aufträge erhalten die Werkstätten automatisch aus proALPHA heraus Gutschriften. Damit sind alle Werkstätten in einem IT-System vernetzt und es ist jederzeit nachvollziehbar, in welchem Stadium sich der einzelne Auftrag befindet.

Bedarfsgerechte Lagerkapazitätsplanung

Aufgrund fehlender Lagerkapazitäten in den Werkstätten werden sämtliche Materialien im eigenen Hochregallager zwischengelagert und dann just in time an die Werkstätten ausgeliefert. Dieses Prinzip ist ähnlich dem von Konsignationslagern. Da das Material im Eigentum von PUKY verbleibt, ist eine wertmäßige Umbuchung beim Transport nicht erforderlich. Die Lagerhaltung von Rohmaterialien, Zubehörteilen und Halbfertigwaren übernimmt ein Lagerverwaltungssystem, das die Daten an proALPHA übergibt. Die Software organisiert den gesamten Belegfluss und die Bestandsverwaltung. Alle Stapler und Handhubwagen im PUKY-Werk sind mit Scannern ausgerüstet, die die Barcodes an den Lagerplätzen und Ladungsträgern lesen und per Funk an das Lagerverwaltungssystem melden. Die hieraus resultierenden Warenein- und -ausgänge führen zu entsprechenden Buchungsbelegen.

Im Standard bleiben

„Um unsere spezielle Fertigungskonstellation sachgerecht im ERP-System darzustellen, waren einige individuelle Anpassungen erforderlich“, berichtet Jan Julius. „Bereits mit dem Wechsel auf proALPHA 5.1 im Jahre 2008 haben wir die meisten dieser Sonderlösungen abgebaut und in Funktionen des Standardsystems überführt. Die weitgehend automatisierten Abläufe im Standard zu integrieren, hat lediglich vier Manntage benötigt.“ Damit vereinfachen sich Wartung, potenzielle Erweiterungen der Umgebung und die Nutzung der integrierten Funktionen weiter. Diese Erfahrung erfüllt die ursprünglichen Forderungen bei der Systemauswahl vor rund zehn Jahren – nämlich mit einem Softwareanbieter zusammenzuarbeiten, der Konstanz in der Entwicklung zeigt und nahe am Mittelstand ist.

„Trotz der außergewöhnlichen Konstellation mit einer Vielzahl sehr spezieller ausgelagerter Dienstleister wurden in proALPHA weitgehend automatisierte Abläufe für Materiallogistik, Werteflüsse und buchhalterische Funktionen realisiert.“

Jan Julius, Gesamtleitung Vertrieb bei Puky

Produktvielfalt managen

Mehr als 100 verschiedene Produkte in unterschiedlichen Varianten und das saisonale Geschäft verlangen nicht nur innerhalb der Produktion hohe organisatorische Flexibilität. Auch in der Logistik geht PUKY besondere Wege: Das Fertigwarenlager befindet sich beim Spediteur. Es ist in proALPHA als eigener Dispobereich organisiert und wird wie eine interne Abteilung gesteuert. Mehrmals täglich werden die Bestände beim Spediteur mit den Bestellungen bei PUKY abgeglichen, um die kurzfristige Lieferfähigkeit sicherzustellen.

Transparenz im Warenwirtschaftssystem

Bestellungen gehen bei PUKY telefonisch, per Mail oder Fax ein, zunehmend wird auch der mit proALPHA verbundene Web-Shop genutzt. Für den Fahrrad-Fachhandel ist im Web-Shop eine Schnittstelle zum Warenwirtschaftssystem integriert, das die Daten an proALPHA weitergibt. Rund 4.000 aktive Kunden – neben großen Klienten und Distributoren vor allem viele Kleinabnehmer –werden effizient abgewickelt. Die zum Versand freigegebenen Aufträge werden per DFÜ an den Logistikdienstleister übermittelt, der dann die endgültige Kommissionierung und Versendung der Ware durchführt. Die Verladungsmeldung per DFÜ erzeugt in proALPHA die Rechnung, die direkt an den Kunden geht, selbst wenn über einen Einkaufsverband geordert wurde.

Kreditlimit-Prüfung auf mehreren Ebenen

PUKY arbeitet in proALPHA mit einer automatisierten Kreditlimit-Prüfung, um Zahlungsausfälle möglichst zu vermeiden. Das System gleicht bei jedem Auftragseingang automatisch das Liefervolumen gegen die kundenindividuell eingeräumten Limits ab. Basis dafür sind die aktuellen Daten der proALPHA Finanzbuchhaltung, auf die direkt zugegriffen wird. Überschreitungen oder Unklarheiten lösen einen automatisierten Workflow an die Buchhaltung aus, die bei Bedarf eine individuelle Bearbeitung übernimmt.

Mehr Effizienz in der Produktion

Im Kern ist die Effizienz der PUKY-Produktion an die Funktionsfähigkeit und die komplexe interne und externe Logistik gebunden. Trotz der außergewöhnlichen Konstellation mit einer Vielzahl sehr spezieller ausgelagerter Dienstleister wurden in proALPHA weitgehend automatisierte Abläufe für Materiallogistik, Werteflüsse und buchhalterische Funktionen realisiert.

Die Zahlen sprechen für proALPHA

Hinter einer hervorragenden ERP-Branchenlösung steht ein starkes Unternehmen: Die proALPHA Gruppe überzeugt durch Innovationskraft, Anwender­zufriedenheit und Kundennähe – in Deutschland und weltweit.

proALPHA Facts & Figures