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OKE Group

Kunststoffexperte auf globalem Wachstumskurs

Die OKE Group entwickelt und produziert anspruchsvolle technische Bauteile und Komponenten vor allem für die Automobil-, Elektronik- und Möbelindustrie. Kernkompetenzen der Gruppe sind Extrusion, Spritzguss, Pultrusion, CNC-Bearbeitung, Stanz- und Umformtechnik, Sondermaschinen- sowie Werkzeugbau. Je nach Marktzugang und Kundenstruktur werden diese Fertigungsmethoden kombiniert, um stets eine ganzheitliche Lösung zu liefern.

Zur Unternehmensgruppe gehören insgesamt 16 Einzelunternehmen, die weltweit in logistischer Nähe zu den Kunden angesiedelt sind. Gefertigt wird in Deutschland, Südafrika, China, Brasilien, Portugal und der Slowakei. Mit 2.100 Mitarbeitern bildet das Unternehmen die gesamte Prozesskette von der Idee bis zum fertigen Bauteil ab. Damit dies auf höchstem Qualitätsstandard gelingt, steuert das Unternehmen seine Geschäftsprozesse an immer mehr Standorten mit der ERP-Komplettlösung proALPHA.

Bis ein PKW beim Hersteller fertig vom Band läuft, sind viele aufeinander abgestimmte Komponenten nötig. Eine davon: Der Fahrzeugsitz. Um das Polster mit dem Sitz zu verbinden, sind Spezialprofile nötig - und die kommen in Europa zu 60 Prozent von OKE. Der Hidden Champion mit Sitz in Hörstel ist damit EU-Marktführer. Neben Extrusion und Pultrusion hat sich OKE eine breite Expertise im Bereich Kunststoff-Spritzguss erarbeitet. Automobilhersteller und ihre Zulieferer beziehen von OKE auch Kunststoffteile für das gesamte Fahrzeug im Interieur- und Exterieurbereich. Diese Spezialisierung zahlt sich aus, der Umsatz entwickelt sich überdurchschnittlich stark und soll in den kommenden Jahren weiter zulegen.

OKE Group

Branche: Automobilzulieferer, Kunststoffindustrie

Standorte: Hauptsitz in Hörstel/ DE, weitere 14 Standorte weltweit

Produkte: Kunststoffkomponenten für die Automobil-, Elektronik- und Möbelindustrie

Umsatz: ca.220 €

Mitarbeiter: ca. 2100

www.oke-group.com

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Highlights

  • Erhöhtes Auftragsvolumen ohne zusätzliche Ressourcen bewältigt
  • Standortübergreifendes Stammdatenmanagement global implementiert, u.a. in China
  • Verkürzung der Inventur auf einen Tag
  • Nahtloser Informationsfluss von CAD-Daten in die Arbeitsvorbereitung
  • Advanced Planning and Scheduling (APS) sorgt für optimalen
    Ressourceneinsatz, sichert Termintreue und senkt Lagerbestände
  • Mobile Logistik schafft durchgängig digitale Abläufe
  • ERP-Software im Standard inkl. Branchenfunktionen ermöglicht kürzere Update-Zyklent
oke-Gebäude

Die Kunden von OKE sind in der Regel die großen Automobilzulieferer, zum Teil auch die KFZ-Hersteller direkt. Im internationalen Wettbewerb und steigenden Kostendruck behauptet sich OKE durch besonders hohe Qualität. Weil dies nur noch über digitale Prozesse zu leisten ist, sah sich die OKE Gruppe 2012 nach einem neuen ERP-System um. Dieses musste zum einen zentrale Prozesse wie Electronic Data Interchange (EDI) oder die Chargenrückverfolgung nachweislich beherrschen. Es sollten sich außerdem beide Produktionsbereiche, Spritzguss und Extrusion, in einem System nebeneinander abbilden lassen. Vor allem ging es OKE aber darum, für die ehrgeizigen Wachstums-Ziele einen stabilen, zukunftsfähigen Partner auf Augenhöhe zu finden. „Wir wollten einen Mittelständler wie wir, der mit uns wächst“, erklärt Thorsten Bode, Head of IT in der OKE Group GmbH. Die Wahl fiel auf die ERP-Komplettlösung proALPHA.

Schritt für Schritt auf dem Weg zum Standard

Unter dem Dach der OKE Group arbeiten insgesamt 16 Tochtergesellschaften an 15 Standorten, mit der IT als zentralem Dienstleister. Besonders die historisch gewachsene Vielfalt bei den eingesetzten ERP-Systemen erwies sich zunehmend als Herausforderung, um Prozesse standortübergreifend reibungslos abzubilden. Daher rief die OKE IT ein Projekt ins Leben, das die ERP-Landschaft nach und nach harmonisiert und auf proALPHA umstellt. Statistisch betrachtet tun dies aktuell 1,5 bis 2 Standorte pro Jahr. Sechs Standorte sind bereits mit proALPHA produktiv. Dies erleichtert auch die Arbeit des „Architekturboards“ bei OKE, bei dem alle Wünsche der Anwender nach neuen Prozessen, Feldern oder Workflows eingehen. Dieses Gremium prüft, wie komplex deren Umsetzung ist und welche Auswirkungen eine Anpassung auf andere Prozesse und andere Systeme hat.

„Früher benötigten wir für die Inventur 2 bis 3 Tage. Heute schaffen wir das an einem Tag.“

Thorsten Bode Head of IT, OKE Group GmbH

China profitiert von erweitertem proALPHA Standard

In Europa hat OKE proALPHA bei der ersten Einführung genau auf seine Prozesse zugeschnitten, verbunden mit diversen Anpassungen. Durch eine enge partnerschaftliche Zusammenarbeit sind in den letzten Jahren mehr und mehr dieser branchenspezifischen Funktionen in den ERP-Standard und in Branchenlösungen von proALPHA aufgenommen worden. Der Standort in China ist der erste, der davon profitiert.

Hier wurde in 2019 proALPHA ERP in der Version 6.2 sehr nah am Standard mit nur wenigen Anpassungen implementiert. Dabei kommt erstmals bei OKE auch das Behältermanagement von proALPHA zum Einsatz. Geplant ist darüber hinaus ein standortübergreifendes Stammdatenmanagement. Hier pflegen Mitarbeiter alle global relevanten Stammdaten. Kunden- und Teilestämme replizieren sich automatisiert global über alle proALPHA-Systeme hinweg. Dies gewährleistet für OKE die Eindeutigkeit wesentlicher Teileinformationen und damit die Integrität der Daten. Eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Digitalisierung.

Durchgängiger Datenfluss startet in der Konstruktion.

Ein Großteil der Aufträge erreicht OKE im Rahmen von Ausschreibungen. Hier ist dann die hauseigene Entwicklung gefordert, innovative Lösungen zu entwickeln. Nach der Freigabe einer Konstruktionszeichnung werden alle relevanten Stamm- und Zeichnungsdaten aus dem jeweiligen CAD-System automatisch in proALPHA übertragen - übermittelt von der proALPHA CAD-Integration CA-Link. Dadurch stehen die Konstruktionsdaten allen nachgelagerten Prozessen zur Verfügung und dienen als Basis für Stücklisten und Arbeitsaufträge. Von diesem nahtlosen Datenfluss profitieren sowohl die Teilekonstruktion als auch der OKE eigene Werkzeugbau.

Mit Advanced Planning and Scheduling die Termintreue im Griff.

Die Abrufe auf die vereinbarten Rahmenaufträge erhält OKE per EDI. Diese werden in der täglich durchgeführten Produktionsplanung mittels proALPHA Advanced Planning and Scheduling (APS) eingelastet. Der Einsatz der Multiressourcenplanung hat sich gelohnt: „Wir konnten unsere Lagerbestände dank APS und weiteren Verbesserungsmaßnahmen deutlich verringern“, erklärt Bode. Außerdem optimiert APS die Durchlaufzeiten sämtlicher Aufträge oder Abrufe der über 300 Kunden, für eine bestmögliche Termintreue. In der Regel benötigt OKE einen Produktionsvorlauf von 10 Arbeitstagen. „Wenn das Werkzeug bereits vorhanden ist, können wir je nach Auslastung, Art des Auftrags und der benötigten Losgröße, auch kurzfristig aushelfen, wenn Not am Mann ist“, so Bode.

Mobile Logistik für digitale Prozesse

Nach der Feinplanung für den jeweils nächsten Tag bereitet die Arbeitsvorbereitung die Fertigungsaufträge vor, inklusive aller Eckdaten eines Profils, der Parameter zum Einstellen der Maschine sowie wichtiger Prüfvorgaben. Über Barcode-Scans werden während der Produktion alle Arbeitsschritte nach proALPHA zurückgemeldet. Das sorgt für volle Transparenz. So weiß die Logistik stets, wann ein Karton oder eine chargenreine Palette fertig zur Abholung bereitsteht und ob die Ware in ein Zwischenlager oder gleich zur Verpackungsstraße muss. Dort werden mittels mobiler Datenerfassung die Kartons gescannt, Sekunden später produziert ein Thermotransferdrucker die nötigen Etiketten inklusive der Kundenteilenummern – unterstützt vom List & Label Modul in proALPHA. „Diese Barcodes müssen auf den Millimeter passen, sonst drohen Rückbelastungen. Die Prozesskette muss hier besonders sicher, stabil und äußerst schnell sein“, unterstreicht Bode.“

Inventur in Stunden statt Tagen

Vor der Einführung von proALPHA benötigte OKE für eine Inventur etwa 2 bis 3 Tage. Dies bedeutete „Manpower und ein strammes Wochenende“, erinnert sich Bode. „Weil heute alles elektronisch geht, braucht niemand mehr am Wochenende reinzukommen. Das schaffen wir bequem an einem Tag“, so Bode. Außerdem sei der durchgängig elektronische Prozess weniger fehleranfällig. Diese Prozesssicherheit und -stabilität in der Materialwirtschaft überträgt sich auf den Finanzbereich: Die Jahresabschlüsse laufen jetzt einfacher und schneller, die Daten stimmen.

Effizienz, die sich bezahlt macht

Seit der Einführung von proALPHA konnte, dank durchgängiger und optimierter Prozesse, mit denselben Ressourcen erheblich mehr Umsatz abgewickelt werden, ohne Sonderschichten oder erhöhten Personal-stamm. Auch konnte die Menge der außerordentlichen Belastungen, die durch nicht-zeitgerechte Auslieferung entstehen, deutlich verringert werden. Für die weitere Digitalisierung hat sich OKE insbesondere die Maschinenanbindung vorgenommen. Denn OKE ist ein Unternehmen, das gestalten will - entweder durch Fertigung in Eigenregie oder aber durch ein enges Mitein-ander mit starken Partnern. Die Tatsache, dass proALPHA in diversen Forschungskooperationen Technologien für Smart Factories immer weiter auslotet, bestärkt OKE, den richtigen Partner für die Zukunft gefunden zu haben.

oke-Produktion

Die Zahlen sprechen für proALPHA

Hinter einer hervorragenden ERP-Branchenlösung steht ein starkes Unternehmen: Die proALPHA Gruppe überzeugt durch Innovationskraft, Anwender­zufriedenheit und Kundennähe – in Deutschland und weltweit.

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