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Josef Neumüller Werkzeugschleiferei GmbH

Produkte und ERP verstehen sich – eine scharfe Sache

20 Mitarbeiter, ein familiäres Team und ein Standort, der bayerische Gemütlichkeit verspricht. Das klingt beschaulich. Doch wer die Werkzeugschleiferei Neumüller auf ein behagliches Familienunternehmen reduziert, liegt falsch: Neumüller ist ein Hightech-Unternehmen, das Bohrer und Fräser mit allen exotischen Geometrien und Zwischenabmessungen herstellt oder diese gemäß Kundenauftrag schleift. Der Clou: Dabei „kommunizieren“ Produkte mit dem ERP-System. Industrie 4.0 lässt nicht nur grüßen, sie ist ein fester Bestandteil im Geschäftsablauf. 

Zukunftsorientierte Plattform für Industrie 4.0

Es gibt in Deutschland nahezu 2.000 Unternehmen, die sich mit Schleiftechnik beschäftigen, große und kleinere. Die Herausforderungen: komplexe Produkte mit kurzfristigen Lieferterminen, Unmengen von Rabattstaffeln und Zuschlägen, kleine Stückzahlen bis hin zu auftragsbezogenen Einzelfertigungen. All das muss auch Neumüller meistern. Und zwar so effizient wie möglich. Deshalb hat die Werkzeugschleiferei zusammen mit dem proALPHA Implementierungspartner Wolf IT Consulting GmbH eine zukunftsorientierte Plattform für Industrie 4.0 aufgebaut. Seit Jahren digitalisiert Neumüller somit die Fertigung und verbindet die Produktebene mit dem ERP-System proALPHA. Das Kernstück bildet dabei der Datamatrix-Code.

Der Datamatrix-Code: Taufe für die Werkzeuge

Diesen Code, hinter dem sich eine 9-stellige Identifikationsnummer verbirgt,  bringt die Schleiferei dauerhaft per Laser auf jedem Werkzeug-Schaft an. „Taufe“ nennt Geschäftsführer Josef Neumüller das, weil jedes Teil fortan fix mit seiner ID-Nummer verbunden und somit leicht zu identifizieren ist. Per Scan wird sie direkt in proALPHA mit der Artikel- oder Zeichnungsnummer verknüpft. Auf diesem Weg steuert Neumüller den kompletten Durchlauf der Werkzeuge durch das Unternehmen – papierlos, effizient und transparent.

Josef Neumüller Logo

Branche: Metallverarbeitung

Standorte: Untergriesbach

Produkte: Fräs-, Bohr- und Sonderwerkzeuge

Mitarbeiter: 20 Mitarbeiter (2016)

www.neumueller-werkzeuge.de

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Highlights

  • Vertikaler Informationsfluss zwischen proALPHA ERP und Produktebene
  • Durchgängige Transparenz im Fertigungsprozess
  • Effektivere Reklamationsbearbeitung und gezielte Ermittlung der
    Reklamationsursache
  • Eindeutige Zuordnung von Zu- und Abschlägen, beispielsweise bei der Preisfindung
  • Zeitersparnis im gesamten Prozess
  • Fehlerminimierung bei Produktions- und Schleifprozessen
Neumüller

Folgeaufträge generieren – nichts leichter als das

Besonders hilfreich ist der Datamatrix-Code, um die organisatorisch manchmal durchaus anspruchsvollen Nachschleifungen zu bewältigen. Denn oft kommen die Bohrer oder Fräser der Kunden in einer simplen Holzkiste im Wareneingang an – unsortiert, oftmals 200 Stück oder mehr. Schon dort hilft der Code: Dahinter sind bei Bestandskunden bereits alle Preise, Zuschläge, Rabatte, Bonuspunkte und Aktivitäten in Form der ID-Nummer hinterlegt. Anhand der Nummer lässt sich daher auf Knopfdruck ein neuer Auftrag generieren und mit bereits in proALPHA hinterlegten (Stamm-)Daten verknüpfen. War das Werkzeug schon mal zu exakt der gleichen Bearbeitung in der Schleiferei, sieht dies der Mitarbeiter in der Auftragsannahme, und er kann zeitsparend einen identischen Folgeauftrag einfach per Klick erstellen. Bei Neukunden dient die ID-Nummer dazu, Werkzeuge von vornherein für ein Angebot und einen eventuellen Folgeauftrag eindeutig zu kennzeichnen.

Ein Piep für „fertig“

Da jedes einzelne Werkzeug eines Auftrags zudem eine fortlaufende Nummer erhält, weiß Neumüller auch, wie viele der beispielsweise insgesamt 200 Bohrer der Firma Huber schon nachgeschliffen sind. Die Schleifmaschine meldet dies in akustischer Form: Jeder Piep-Ton bedeutet, dass ein (weiterer) Bohrer fertig bearbeitet ist. Danach übermittelt der Werker per Scanner die Produktdaten an proALPHA. Die ERP-Software ist somit genau informiert über den Ist-Zustand. Erkundigt sich ein Kunde nach seinem Auftrag, weiß der Mitarbeiter im Büro, wie weit dieser gediehen ist und wann er fertig sein wird. Diese Informationen musste sich früher – zu Zeiten der Papierlaufkarten – ein Mitarbeiter mühsam in der Produktion zusammensuchen. Kurzum: Früher war der Status der Werkzeuge unklar. Auch kamen damals Fehler viel häufiger vor und ließen sich oft nicht nachvollziehen. Kundenspezifische Wünsche blieben in der Eile unberücksichtigt. Es gab schlichtweg keine Prozesssicherheit. 

Josef Neumüller Werkzeugschleiferei GmbH
„Wir ‚taufen‘ die Werkzeuge. Deshalb können wir Kundenaufträge papierlos und effizient bearbeiten.“

Josef Neumüller, Geschäftsführender Gesellschafter, Josef Neumüller Werkzeugschleiferei GmbH

Einbindung von externen Partnern – problemlos

Prozesssicherheit hat Neumüller mit proALPHA in jedem Fall. Auch wenn die Schleiferei Werkzeuge nach dem Schleifen zu einem externen Beschichter schickt, weiß sie genau, welche Teile von welchem Kunden gerade dort sind, welche wie beschichtet werden müssen, wann die Teile zurückkommen und die Schleiferei diese wieder in den eigenen Fertigungsprozess integrieren oder kommissionieren kann. Natürlich wird auch der Lieferschein mit allen notwendigen Angaben wie etwa der Beschichtungsart von proALPHA automatisch generiert. Vor dem Versand wird die Bestellung nochmals auf Plausibilität geprüft: Soll ein bestimmtes Werkzeug überhaupt beschichtet werden? Und wurde das Werkzeug auch wirklich nachgeschärft?

Josef Neumüller freut sich: „Egal, ob wir an einer Schleifmaschine nur einen Kundenauftrag oder im Sinne einer optimalen Maschinenauslastung gleich mehrere Aufträge bearbeiten. Durch die ID-Nummer wissen wir immer, was an jedem einzelnen Werkzeug wie zu tun ist und wie wir dies durchlaufzeitenoptimiert schaffen.“ 

Reklamationen – gezielt ermitteln und effektiv bearbeiten

Der Datamatrix-Code sichert bei Neumüller darüber hinaus das Reklamationsmanagement. Beispiel: beanstandet ein Kunde bei seinen Schneidwerkzeugen eine fehlerhafte Beschichtung, kann Neumüller die Charge dank der ID-Nummer rückverfolgen, das fehlerhafte Werkzeug eindeutig identifizieren und beim externen Beschichter entsprechend reklamieren. Somit weiß auch der externe Dienstleister genau, um welchen Auftrag der Firma Neumüller es sich handelt und wann dieser abgearbeitet wurde. Anhand dieser Angaben kann er die Ursache für den reklamierten Fehler ermitteln, zum Beispiel, dass eine falsche Legierung benutzt wurde oder zu dem Zeitpunkt eine Maschine fehlerhaft arbeitete. Durch die effektive Reklamationsbearbeitung und gezielte Ermittlung der Mängelursache spart Neumüller heute Zeit und Geld. Denn Reklamationen, die der Beschichter früher als unbegründet ablehnte, nimmt er heute aufgrund der lückenlosen Nachverfolgbarkeit anstandslos entgegen. Die „Ablehnquote“ ging dank des Datamatrix-Codes um rund 30% zurück.

Die ID-Nummer hilft Neumüller aber auch, selbst Fehler zu vermeiden. Da sich dank proALPHA einem Werkzeug auch Zeichnungen, Notizen oder Handzettel zuordnen lassen, hat die Schleiferei bei Eingabe der ID-Nummer dies alles sofort parat. Jede auch noch so kleine Änderung oder nachträgliche Anpassung, die früher in der Hektik des Tagesgeschäfts schon mal unterging, haben die Mitarbeiter heute „auf dem Schirm“. Josef Neumüller: „Will der Kunde exakt das gleiche Werkzeug von damals haben, bekommt er es. Ohne langwieriges Abstimmen, ohne Suchen – und fehlerfrei. Sollte uns dennoch einmal ein Lapsus unterlaufen und ein Werkzeug nicht den Kundenwünschen entsprechen, können wir die Ursache schnell ermitteln und den Fehler umgehend abstellen.“ 

Die Zahlen sprechen für proALPHA

Hinter einer hervorragenden ERP-Branchenlösung steht ein starkes Unternehmen: Die proALPHA Gruppe überzeugt durch Innovationskraft, Anwender­zufriedenheit und Kundennähe – in Deutschland und weltweit.

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