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KLAUS Multiparking GmbH

Mit smarten Produkten und intelligenter Fertigung die Zukunft sichern

Predictive Maintenance – die vorausschauende Wartung – ist neben der Produktion in einer Smart Factory ein zentraler Baustein in der Industrie-4.0-Strategie bei KLAUS Multiparking in Aitrach im Allgäu. Der führende Anbieter von halb- und vollautomatischen Premium-Parksystemen ermöglicht mit seinen unterschiedlichen Anlagen ein platzsparendes Parken für zum Teil mehr als 100 Fahrzeuge – vornehmlich in Wohngebäuden, aber auch in  Bürokomplexen oder Hotels.

„Abhängig vom Produkt und unseren Erfahrungswerten geben wir den Kunden bislang die Wartungsintervalle vor“, berichtet Geschäftsführer Michael Groneberg. „In Zukunft sollen die Nutzungsdauer und -intensität der Parkanlagen permanent überwacht und auf dieser Basis dem Kunden eine vorausschauende Wartung vorgeschlagen werden.“ Damit will der Hersteller ein weiteres Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb schaffen, die Kundenbindung erhöhen und seine eigenen Serviceprozesse optimieren.

„Wir wollen unsere Produkte smarter machen und haben deshalb – zusammen mit proALPHA – einen Prototypen für Predictive Maintenance erstellt, dessen Funktionen künftig in unsere neuen Parkanlagen einfließen“, so Groneberg. Das ERP-Komplettsystem ist bereits seit 2002 bei KLAUS Multiparking im Einsatz und unterstützt alle Unternehmensbereiche.

Klaus Multiparking Logo

Branche: Maschinen- & Anlagenbau

Standorte: Deutschland

Produkte: Halb- und vollautomatische Parksysteme: Doppel- und Stapelparker, Regal-, Tower-, Flächen- sowie Lift- und Shuttlesysteme

Umsatz: 60 Mio. Euro (2017)

Mitarbeiter: rund 200 (2017)

www.multiparking.com

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Benefits

  • Prototyp für zukünftige smarte Produkte mit vorausschauender Wartung, die Anlagenausfälle bei den Kunden vermeiden hilft
  • Datenaustausch zwischen Anlagensteuerung und proALPHA Servicemodul ermöglicht neuartige Predictive-Maintenance-Angebote und dadurch eine Differenzierung im Wettbewerb
  • Smart Factory mit weitgehend automatisierten Fertigungsprozessen in der Blechbearbeitung
  • Kosteneffizientere und schnellere Produktion durch höhere Produktivität im Schichtbetrieb in Höhe von 20 bis 30 Prozent
KLAUS Multiparking - Industrie 4.0

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Parkanlage und proALPHA verstehen sich bestens

In enger Kooperation mit dem Steuerungshersteller, dem Anbieter der Kommunikationssoftware und mit Experten von proALPHA wurde der Prototyp zusammen mit der IT-Abteilung des Mittelständlers aufgebaut. Gemeinsam haben alle Beteiligten innerhalb weniger Monate erreicht, dass die Parkanlage mit dem ERPSystem fehlerfrei „sprechen“ kann. Basis dafür ist die Integration Workbench (INWB) von proALPHA. Denn mithilfe dieser Integrationsplattform lassen sich ganz unterschiedliche Systeme miteinander vernetzen und Prozessketten sicher schließen.

Im ersten Schritt wertet der Prototyp mithilfe einer speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) die Zustandsmeldungen der Parkanlage aus – etwa Sicherheitsabschaltungen bei gefährlichen Zuständen, das Auslösen des Motorschutzschalters oder das Unterbrechen der Lichtschranke. „Die Daten aus der Anlage werden über einen Raspberry-Minirechner via Router und Internetanbindung an das Servicemodul von proALPHA übermittelt und dort kontinuierlich verarbeitet“, erläutert Nobert Blessing, IT-Leiter bei KLAUS Multiparking.

Bei einer kritischen Meldung, die den Einsatz eines Servicetechnikers erforderlich macht, wird im ERPSystem automatisch ein Serviceauftrag angelegt und im Kalender des Wartungsdienstes eingeplant. Zeitgleich finden die Disposition der erforderlichen Ersatzteile und das Erstellen eines Werkzeug-Bestückungsvorschlages für das Einsatzfahrzeug statt. Einer der über 100 Kundendienstmitarbeiter von KLAUS Multiparking in Deutschland, der in der Nähe verfügbar ist, erhält den Auftrag über die proALPHA-Partnerlösung L-mobile auf sein mobiles Endgerät. Diese mobile Servicemanagement-Software ist über eine Standardschnittstelle mit dem ERP-System verbunden und tauscht mit ihm ständig Daten aus.

Beim Erledigen der Wartungsaufgaben arbeitet der Techniker eine digitale Checkliste auf seinem Tablet ab. Er kann dabei weitere Daten aus der Anlage erfassen und den Austausch von Teilen festhalten. Diese Informationen gehen zusammen mit seinen Arbeitszeiten zurück an proALPHA. Dort werden sie dann direkt in die Buchhaltung für das Erstellen der Rechnung übernommen. Außerdem lassen sich alle Service-Calls automatisch im Dokumentenmanagement-Modul des ERP-Systems dauerhaft speichern.

Doch dieser medienbruchfreie Serviceprozess ist erst der Anfang des Industrie-4.0-Projekts bei KLAUS Multiparking. In Kombination mit weiteren gespeicherten Informationen aus dem ERP-System – beispielsweise historischen Daten über bisherige Ausfälle, lastabhängigen Zuverlässigkeitsanalysen und detaillierten Verschleißmodellen – sollen zukünftig exakte Rückschlüsse über die Funktionsbereitschaft und den voraussichtlichen Ausfall von bestimmten Bauteilen der Anlage abgeleitet werden. Instandhaltungsmaßnahmen lassen sich dann bereits einleiten, wenn noch gar keine Störung in der Anlage aufgetreten ist.

Der Vorteil für die Betreiber der Parkanlagen: Eine solche Predictive-Maintenance-Funktion verhindert Ausfälle und dadurch notwendige „Feuerwehr- Einsätze“ der Servicetechniker. Und für die betroffenen Autobesitzer, die im schlimmsten Fall nicht mehr an ihr Fahrzeug herankommen, werden Wartezeiten und Ärger vermieden. Gleichzeitig kann sich KLAUS Multiparking als innovativer Hersteller mit intelligenten Serviceprozessen profilieren.

Lösungspartner: L-Mobile

Mobile Software-Lösungen für optimierte Geschäftsprozesse

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„Wir wollen unsere Produkte smarter machen und so die Kundenbindung erhöhen. Deshalb haben wir zusammen mit proALPHA einen Prototypen für Predictive Maintenance erstellt.“

Michael Groneberg, Geschäftsführer, KLAUS Multiparking GmbH

Smart Factory mit vernetzten Maschinen

Doch nicht nur mit smarten Produkten und vorausschauender Wartung ist der mittelständische Anlagenhersteller aus dem Allgäu auf Industrie-4.0-Kurs. Mit einer Investition von mehreren Millionen Euro in eine Smart Factory macht er sich für die Zukunft fit. Herzstück ist ein neues Lagersystem zur vollautomatischen Beschickung der High-End-Fertigungsanlagen in der Blechverarbeitung. So sind etwa eine TruPunch-Stanzund Nibbelanlage und eine Laserschneidemaschine miteinander vernetzt.

Auf einer Sechs-Meter-Abkantbank werden die bis zu fünf Meter langen Seitenwangen der Parksysteme bearbeitet. Die fertigen Teile übernimmt ein Roboter, der sie passend biegt und wieder ablegt. Alles läuft vollautomatisiert. Lediglich bei bei der Verknüpfung zwischen Laserschneiden und Abkantbank und Stanz- und Nibbelanlage wird noch ein Mitarbeiter benötigt. Gesteuert wird der gesamte Ablauf in der neuen Blechbearbeitung durch die Multiressourcenplanung APS (Advanced Planning and Scheduling) in proALPHA.

Sie sorgt dafür, dass in dieser intelligenten Fabrik die Kundenaufträge mit möglichst geringen Durchlaufzeiten zum vereinbarten Liefertermin fertig werden. „Die Voraussetzung dafür ist eine Stelle, die sämtliche Informationen sammelt, koordiniert und steuert“, unterstreicht Norbert Blessing. Das ERP-System sei dafür prädestiniert, denn hier würden von jeher die Daten aller wesentlichen Prozesse gebündelt. Der nächste logische Schritt sei deshalb auch in der smarten Fabrik, dass dort zu sämtlichen Maschinen, Systemen und Logistikanwendungen alle Fäden zusammenlaufen.

Mehrstufiges Investitionskonzept für die Industrie 4.0

Die Entwicklung der Smart Factory bei KLAUS Multiparking ist noch längst nicht am Ziel. Mit zusätzlichen Zwischenlagern, die logistisch sinnvoll integriert werden, soll der komplette Produktionsablauf weiter optimiert werden. Außerdem wird eine weitere Laserschneidemaschine in das Fertigungsnetzwerk eingebunden. „Dafür haben wir ein mehrstufiges Investitionskonzept eingeplant“, sagt Geschäftsführer Groneberg. Im Prinzip könnten die Maschinen bereits jetzt acht Stunden am Stück völlig autonom arbeiten und das Unternehmen sei in der Lage, mit vergleichbarem Personalbestand zwei Schichten zu fahren.

Damit verbessert die smarte Fertigung die Kosteneffizienz in Höhe von 20 bis 30 Prozent deutlich. Zugleich kann schneller und mit gleichbleibend hoher Qualität gefertigt werden. Ziel – so IT-Leiter Blessing – ist eine „nahezu selbstorganisierte Produktion, bei der Menschen, Maschinen, Anlagen, Logistik und Produkte direkt miteinander kommunizieren“. proALPHA wird dabei die zentrale Datendrehscheibe sein.

Die Zahlen sprechen für proALPHA

Hinter einer hervorragenden ERP-Branchenlösung steht ein starkes Unternehmen: Die proALPHA Gruppe überzeugt durch Innovationskraft, Anwender­zufriedenheit und Kundennähe – in Deutschland und weltweit.

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