Drahtzug Stein Holding GmbH & Co. KG

Kurzer Draht zum Kunden

Seit dem Spätmittelalter wird im Leininger Tal – am Rand des Pfälzer Walds – Metall verarbeitet. Heute produziert dort mit Drahtzug Stein einer der weltweit führenden Drahtartikelhersteller. Unter anderem für namhafte Hausgerätehersteller sowie die Agrar-, Medizin-, Automobil- und Möbelindustrie. Seine Spitzenposition hat sich der Hidden Champion vor allem durch ständige Verbesserungen in der Fertigung und der Qualitätsstandards erarbeitet. Das Firmenmotto „Innovations in process“ bezieht sich aber nicht nur auf technologische Spitzenleistungen, sondern auch auf die effiziente Organisation sämtlicher Fertigungs-, Logistik- und Verwaltungsprozesse. Ein entscheidender Schritt war dabei die Einführung der ERP-Komplettlösung proALPHA im Jahr 1995.

Qualität und Kundennähe zählen zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren bei Drahtzug Stein: Die Produkte – vom einfachen Metallbügel bis zum einsatzfertigen Spülmaschinenkorb – müssen hochwertig und schnell bei den Abnehmern sein. Mit Produktionsstätten in Polen, Frankreich, Italien und den USA verfügt der Mittelständler aus der Pfalz deshalb über flexible Fertigungskapazitäten und kurze Wege zu seinen Kunden.

Eine Besonderheit: Da vor allem die Spülmaschinenkörbe sehr sperrig sind, kann in den Werken kein großes Lager unterhalten werden. „Sie gehen direkt aus unserer Fertigung per LKW ins Konsi-Lager des Kunden, deshalb müssen die Abläufe hundertprozentig stimmen“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Stein. Zwei Stunden Zeit bleiben in der Regel zur Erledigung der Abrufaufträge, Pünktlichkeit ist deshalb oberstes Gebot.

Branche: Metallverarbeitung

Standorte: Altleiningen/Deutschland, Cusset und Olonne-sur-Mer/Frankreich, San Donà di Piave und Conzano/Italien, Lodz/Polen, New Bern NC/USA

Produkte: Drahtlösungen für Hausgeräte und Möbel sowie für die Agrar-, Medizin- und Automobilindustrie

Umsatz: rd. 145 Mio. Euro (2015)

Mitarbeiter: rd. 1.445 (2016)

www.drahtzug.com

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Highlights

  • Vereinfachte und optimierte Abläufe im gesamten Unternehmen
  • Abbilden verschiedener Fertigungsarten und Lieferbedingungen an allen Standorten
  • Landesversionen für internationale Standorte
  • Priorisierung der Fertigungsaufträge, Anzeigen von knappen oder überlasteten Ressourcen und automatischer Vorschlag von Alternativen
  • Erledigen der Abrufaufträge von Kunden innerhalb von nur zwei Stunden
  • Deutliches Einsparen von Arbeitszeit dank effizientem Dokumentenmanagement samt automatischer Verschlagwortung
  • Besonderer Kundenservice durch individuelle Etikettierung der Produkte

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Optimale Feinplanung ermöglicht kurze Lieferfristen

Hier ist das proALPHA Produktionsplanungstool APS (Advanced Planning and Scheduling) eine große Hilfe. Denn es priorisiert die Fertigungsaufträge, zeigt knappe oder überlastete Ressourcen an und schlägt bei Bedarf Alternativen vor. Bei den extrem kurzen Lieferfristen und bis zu 100.000 kunststoffbeschichteten Drahtartikeln, die alleine von den 350 Mitarbeitern des Stammwerkes in Altleiningen jeden Tag hergestellt werden, hängt bei dem Mittelständler vom APS sehr viel ab.

Die aus Stahldraht zusammengeschweißten Spülmaschinenkörbe werden in proALPHA mit ihren unterschiedlichen Varianten erfasst. Diese Informationen stehen dann für den nächsten Bearbeitungsschritt zur Verfügung: Die Beschichtungsanlage, wo die Drahtkonstruktionen erhitzt, in Pulverbäder getaucht und mit einer Schutzschicht versehen werden. „Der Ofen kann so seine Kapazitäten optimal planen und der gesamte Ablauf erfolgt reibungslos und ohne Verzögerungen“, berichtet Frank Grimm, Leiter Datenverarbeitung. Bei täglich bis zu 45.000 Stück sei das eine ständige Herausforderung.

„Für uns als mittelständisches Unternehmen, das auch in Zukunft weiter wachsen wird, ist proALPHA mit Sicherheit das beste ERP-System, da wir damit alle Prozesse in einer einzigen Lösung steuern können.“

Wolfgang Stein, Geschäftsführer der Drahtzug Stein Holding GmbH & Co. KG

Flexibilität bei Einzel- und Serienfertigung

Aber auch die Einzelfertigung von Werkzeugen oder Produktionsmustern wird bei Drahtzug Stein heute mit dem ERP-System gesteuert. Insgesamt sind mittlerweile über 80.000 verschiedene Artikel und mehr als 40.000 Stücklisten in der Datenbank gespeichert. „Das Abbilden verschiedener Fertigungsarten und Lieferbedingungen ist einer der Pluspunkte von proALPHA“, betont Grimm. Denn bei einigen Kunden wird mit flexiblen Abrufaufträgen innerhalb von Rahmenverträgen gearbeitet, während andere ganz normal Bestellungen aufgeben.

Da das Familienunternehmen aus der Pfalz für zahlreiche Auftraggeber selbsttätig deren Lager bestückt, ist hier Schnelligkeit und Flexibilität ebenfalls gefragt. Denn fast nie ist vorher bekannt, welche Produkte wann unter eine kritische Marke rutschen. Dann muss Drahtzug Stein sie innerhalb kürzester Zeit produzieren und liefern. Oft kommen diese Bestellungen nicht auf elektronischem Weg in proALPHA, sondern auf Papier. Denn die Fahrer, die mehrmals täglich zwischen den Niederlassungen und den Lagern der Kunden pendeln, bringen sie auf der Rückfahrt mit. Diese Informationen müssen dann im ERP-System erfasst werden

Dokumentenmanagement steigert die Effizienz

Durch den Einsatz von proALPHA steigerte Drahtzug Stein aber auch in verschiedenen anderen Bereichen seine Effizienz. Im Dokumentmanagement beispielsweise mit einer automatischen Verschlagwortung. Das DMS-Modul von proALPHA schlägt anhand von hinterlegten Ordnungskriterien Standard-Beschreibungen vor, die manuell ausgewählt werden. Für die zu archivierenden Dokumente sind die Suchbegriffe im System hinterlegt. Das vermeidet Fehler und ist schneller.

Die Bearbeiter können außerdem weitere Schlagworte ergänzen. Bei der Archivierung eines Lieferscheins sind unter anderem Lieferantennummer, Datum und Benutzer voreingestellt. Der Mitarbeiter kann dem Dokument aber auch noch eine interne Kennnummer zuordnen. „Heute zieht sich jeder ohne lange Suche seine Dokumente aus unserem elektronischen Archiv“, erläutert Grimm.

Die Reaktionszeiten reduzieren sich so, da Kunden und Lieferanten den Großteil ihrer Dokumente per E-Mail direkt aus dem System erhalten. In der Regel lässt sich mit Hilfe des DMS schon während eines kurzen Telefonats ein Sachverhalt klären, ohne Verzögerung oder aufwändige Rückruf-Aktionen

Reibungslose Kommunikation über Ländergrenzen

Als internationales Unternehmen ist Drahtzug Stein aber auch auf eine reibungslose Kommunikation mit seinen Tochtergesellschaften angewiesen. Diese sind mittlerweile ausnahmslos an proALPHA in der jeweiligen Landesversion angebunden. Der Datenaustausch erfolgt über das Intercompany-Modul in einem speziellen pAI-Format. Hinterlegte Workflows beschleunigen die Prozesse auch hier. Insgesamt wird das ERP-System mittlerweile an 350 Arbeitsplätzen in fünf Ländern genutzt.

„Wenn wir eine Software einsetzen, soll sie unsere Prozesse verbessern. Und genau das tut proALPHA“, so Frank Grimm. Beispielsweise laufen die Bestellprozesse inklusive der Genehmigungslogik im Einkauf jetzt deutlich strukturierter ab als zuvor – und vor allem einheitlich. Heute stellt sich die Frage nach der Priorisierung nicht mehr, egal ob es sich um eine teure Bestellung handelt oder um C-Güter. Die zuständigen Mitarbeiter arbeiten Anfragen täglich über den proALPHA Aktivitätenmonitor ab. So fällt die Entscheidung, ob ein Auftrag zur Produktion freigegeben wird, bei Drahtzug Stein heute maximal einen halben Tag nach Eingang der Bestellung – und zwar an allen Standorten rund um den Erdball.

Mit besonderem Service Kunden begeistern

Eine Besonderheit der ausgeklügelten Fertigungsplanung bei Drahtzug Stein ist auch die kundenindividuelle Etikettierung. Schon bei der Produktionsplanung berechnet proALPHA entsprechend dem Auftrag die notwendige Anzahl an Etiketten und druckt sie vor. Denn viele Kunden wollen ihre Ware bei Eingang der Lieferung mit den hauseigenen Etiketten inklusive Logo bestückt haben.

Etwa soll ein Duschkorb aus Draht, der für das Sortiment einer großen Möbelmarktkette bestimmt ist, gleich mit dem richtigen Verkaufsetikett für den Endkunden ausgestattet sein. So kann der Hidden Champion aus der Pfalz die Kundenbindung und -zufriedenheit bei seinen Abnehmern weiter steigern und gleichzeitig deren logistische Abläufe verbessern. „Ein Unternehmen wie das unsere lässt sich mit einem guten ERP-System viel besser steuern“, ist Firmenchef Wolfgang Stein überzeugt, „insbesondere wenn es um den weiteren Ausbau der Produktpalette und die internationale Expansion geht“.

Die Zahlen sprechen für proALPHA

Hinter einer hervorragenden ERP-Branchenlösung steht ein starkes Unternehmen: Die proALPHA Gruppe überzeugt durch Innovationskraft, Anwender­zufriedenheit und Kundennähe – in Deutschland und weltweit.

proALPHA Facts & Figures