ERP-News

Pressemeldung - 28.06.16

proALPHA Reportage emz-Hanauer - Aus dem Nähkästchen geplaudert

Zu Gast bei emz-Hanauer zum proALPHA Praxistag

Auf den proALPHA Praxistagen erklären Anwender, wie sie mit der ERP-Komplettlösung arbeiten. Der Praxistag bei emz-Hanauer im bayerischen Nabburg machte einmal mehr deutlich: Die Auswahl einer ERP-Lösung ist komplex. Da tat es gut, sich mit anderen auf Augenhöhe auszutauschen. Deshalb geht es bei einem Praxistag zwar im Wesentlichen um Software, aber nicht ausschließlich.

„Man sollte sich seiner Sache schon sicher sein“, betonte Andreas Weidmüller, IT-Leiter Business Solutions bei emz-Hanauer. „In so einem Projekt steckt so viel Herzblut drin und man will ein ERP-System ja nicht nach fünf Jahren wieder rauswerfen.“ Weidmüller weiß, wovon er spricht: Die Geschäftsführung des mittelständischen Zulieferers von sensorischen und mechanischen Komponenten für die Hausgeräteindustrie hatte ihn vor zehn Jahren beauftragt, eine neue ERP-Lösung für sein Unternehmen zu finden. Beim proALPHA Paxistag war er Gastgeber für 14 Vertreter mittelständischer Fertigungsunternehmen, die auf der Suche nach der passenden Software sind.

Erfahrungsaustausch zum Auswahlprozess

So drehte sich an diesem Nachmittag vieles um die Frage, wie man den passenden ERP-Hersteller für sich findet. Weidmüller erklärte, wie er seinerzeit vorging. Er startete mit der Aufnahme der Ist-Prozesse, gefolgt von der Zusammenstellung einer Liste potenziell passender Hersteller. Hier halfen ihm Studien von Vergleichsportalen und führenden Auswahlberatern. Auch Messen sind ein guter Startpunkt, um geeignete Anbieter zu sondieren. Denn wer ein gutes ERP-System für Spritzguss oder Serienfertigung bietet, muss nicht ideal für Anlagenbauer sein. Mithilfe von Fragebögen an acht bis zehn Anbieter, die in die engere Wahl gekommen waren, konnte emz-Hanauer den Kreis der geeigneten Kandidaten noch weiter einschränken.

Weil Papier aber dann doch sehr geduldig ist, mahnte Weidmüller die Teilnehmer des Praxistags: „Machen Sie unbedingt Kundenbesuche, am besten zwei je Hersteller – und: Fragen Sie die User vor Ort, wie zufrieden sie mit dem System sind. Interviewen Sie nicht nur die IT!“ Sein Unternehmen, berichtete Weidmüller, hätte damals für die Besuche zwei Teams aus IT, Key-Usern und Management gebildet. Vor allem die Geschäftsleitung müsse hinter dem Projekt stehen. Deshalb sei es so wichtig, dass auch die Chefs bei den Referenzbesuchen dabei sind und sich selbst ein erstes Bild machen.

Neben funktionalen Aspekten ist auch die wirtschaftliche Sicherheit entscheidend. „Viele der Unternehmen, die damals auf den Anbieterlisten standen, gibt es heute gar nicht mehr. Sie haben aufgegeben oder sind aufgekauft worden. Wenn dann ein großes Unternehmen durch Zukäufe mehrere ERP-Lösungen im Portfolio hat, weiß man auch nicht, welches System Bestand haben wird“, sagte der IT-Leiter. Der größte Anbieter ist aber nicht zwingend die beste Wahl, gab Weidmüller zu bedenken. Er berichtete, dass ein großer Anbieter sich mit einem ganzen Tross an Consultants vorstellte – für jedes Modul ein anderer. Auch wenn jeder ein ausgewiesener Experte seines Moduls war, so hätte er doch Zweifel gehabt, ob diese Spezialisten die Auswirkungen einer Änderung in ihrem Modul auf das Gesamtsystem mühelos überblicken könnten.

Fragen und Antworten auf Augenhöhe

Der kleine Teilnehmerkreis bei einem Praxistag lässt viel Raum für individuelle Fragen. Details der Funktionalität wurden ebenso erörtert wie der Aufwand für Implementierung und Schulungen. Ein Teilnehmer hinterfragte die Möglichkeit, selbst Änderungen zu vorzunehmen. Er wollte wissen, ob dies für jemand, der kein gelernter Programmierer ist, zu schaffen sei. Natürlich kam auch zur Sprache, wie viel Aufwand bei Release-Wechseln zu berücksichtigen ist. Weidmüller stand offen Frage und Antwort. Sein Fazit: „Bei der Einführung haben wir uns einen Horizont von zehn Jahren gegeben. Heute, zehn Jahre später, sind wir immer noch überzeugt: Wir haben damals das richtige System eingeführt und sind damit sehr erfolgreich. Wir sehen nicht, dass wir ein anderes System bräuchten.“

Die Diskussionen der 14 Teilnehmer gingen weit über die Software hinaus. Sie erörterten auch grundsätzliche IT-Fragen wie Hosting, Cloud-Lösungen und Security-Aspekte. Besonders die anschließende Werksführung gab Anlass, sich im Kollegenkreis über Lager-, Logistik- und Produktionsprozesse tiefer auszutauschen.

Fokusthema: Internationalisierung

Bei jedem proALPHA Praxistag berichten und zeigen die gastgebenden Unternehmen, wie sie ein bestimmtes Geschäftsproblem mit proALPHA ERP lösen. Bei emz-Hanauer stand die Internationalisierung im Fokus. Andreas Weidmüller diskutierte dabei unter anderem die Vor- und Nachteile, die der Betrieb zahlreicher Mandanten mit unterschiedlichen Landesversionen über eine einzige Datenbank mit sich bringt. Er gab den Anwesenden den Tipp mit, hier besonders auf die Wartungsfenster zu achten. „Wenn Sie rund um die Uhr produzieren so wie wir und alle Landesgesellschaften auf einer Datenbank haben, dann bleibt auf einmal kein Zeitfenster mehr, um nötige Wartungen durchzuführen.“ Hier seien dann doch mehrere Datenbanken geschickter.

Für diejenigen, die proALPHA noch nicht gesehen hatten, gab es am Ende des Nachmittags eine kurze Einführung zur Bedienoberfläche. Abschließend, als alle Fragen beantwortet waren, fasste einer der Teilnehmer seine Eindrücke so zusammen: „Bei uns steht zwar die Entscheidung nicht vor dem nächsten Jahr an. Aber vieles, was ich hier gesehen habe, würde ich am liebsten heute schon haben.“  

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