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Pressemeldung - 24.03.16

Neue Registrierkassenpflicht in Österreich ab 2016

Die österreichische Regierung hat im Zuge der Steuerreform 2015/16 mit dem Ziel der Betrugsbekämpfung die verpflichtende Verwendung von Registrierkassen unter bestimmten Voraussetzungen beschlossen. Wir haben für Sie die wichtigsten Änderungen und eventuelle Auswirkungen auf proALPHA zusammengefasst.

Bis dato haben in Österreich beim Kassieren von Bareinnahmen neben der Barbewegungsordnung keine Verpflichtungen wie eine Belegpflicht, eine Registrierkassenpflicht oder auch eine Verwendung eines Sicherungsprogrammes bestanden. Grundsätzlich galt, dass alle Umsätze einzeln und in ihrer Entstehung und Abwicklung nachvollziehbar dokumentiert werden mussten.

Starke Erweiterung der Einzelaufzeichnungspflicht mittels Registrierkasse

Ab dem 01.01.2016 sind verschiedene Neuerungen im Bereich der BAR-Umsätze in Kraft getreten. Barumsätze sind jene Umsätze, bei welchen das Entgelt bar geleistet wird. Darüber hinaus sind auch Zahlungen von Bankomat- und Kreditkarten oder auch andere elektronische Zahlungsformen umfasst. Mussten früher nur Unternehmen mit einem Jahresumsatz >150.000 Euro die Barbewegungen einzeln erfassen, so müssen nun ab einem Jahresumsatz von 15.000 Euro UND davon Barumsätze von mehr als 7.500 Euro diese mittels einer Registrierkasse dokumentieren. Die ehemals gültige Aufzeichnung mittels Strichlisten oder Rechenmaschinen mit Streifen ist für die Ermittlung der Tageslosung nicht mehr zulässig.

Belegpflicht – was muss ein rechtskonformer Beleg ab 2016 bzw. 2017 enthalten?

Seit dem 01.01.2016 unterliegen Unternehmen der Einzelaufzeichnungspflicht, der Belegpflicht sowie der Registrierkassenpflicht. Ab 01.07.2016 ist zusätzlich eine Anmeldung der eingesetzten Registrierkassa im FinanzOnline-Portal notwendig. Der in der Registrierkassensicherheitsverordnung festgelegt Manipulationsschutz muss ab dem 01.01.2017 implementiert sein.

Die notwendigen Inhalte eines Belegs ab 2016:

  • Name des leistenden/liefernden Unternehmens
  • Fortlaufende Nummer
  • Datum
  • Menge sowie „handelsübliche Bezeichnung“ der Ware oder der Dienstleistung
  • Betrag

Ab 01.01.2017 sind am Beleg aus der Registrierkasse folgende Inhalte notwendig:

  • Belegbestandteile wie im Jahr 2016, sowie zusätzlich
  • Kassen-Identifikationsnummer
  • Uhrzeit
  • Aufsplittung des Betrags nach Steuersätzen
  • QR-Code (oder ein alternativer maschinenlesbarer Code oder eine Zeichenkette)

Die Registrierkassenpflicht auch in proALPHA?!

Das ERP-System ist von der Registrierkassenpflicht nur dann betroffen, wenn dieses über eine integrierte Kassenlösung verfügt. In diesem Fall sind die gesetzlichen Anforderungen an die Ausstattung und Sicherheit entsprechend zu erfüllen. proALPHA arbeitet im Bereich der Kassenlösungen mit Partnerunternehmen zusammen, die die Anforderungen der unterschiedlichen Branchen hinsichtlich der Registrierkassenpflicht optimal erfüllen können. Im ERP-System von proALPHA ist dahingehend für die Erfüllung der Registrierkassenpflicht keine Änderung notwendig.

Sollten Sie Barverkäufe in proALPHA erfassen wollen, so ist parallel auch eine Erfassung in einer geprüften Registrierkasse notwendig. Auf dem Beleg aus dieser Kasse reicht dann ein Verweis auf die zugehörige Rechnungsnummer aus dem ERP-System aus, auf welcher beispielsweise Informationen zu den verkauften Produkten oder Dienstleistungen aufgeführt sind.

Weiterführende Informationen

Die Wirtschaftskammer Österreich bietet für ihre Mitgliedsunternehmen detailliertere Informationsmaterialien auf deren Serviceportal www.wko.at an. Gerne steht Ihnen auch proALPHA für weitere Auskünfte rund um das Thema der Registrierkassenpflicht zur Verfügung.

Dieser Fachartikel ist auch als PDF-Download verfügbar

 

 

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Pressekontakt

Für Rückfragen und weitere Informationen zur Pressearbeit von proALPHA steht Ihnen Susanne Koerber-Wilhelm gerne zur Verfügung.

+49 89 92306841-445 presse@proalpha.com

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