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FachinformationGeschäftsleitungFinanzwesen & Controlling - 23.03.18

Umsetzung des E-Rechnungsgesetzes in proALPHA

Ab dem 27.11.2018 werden in Deutschland die rechtlichen Vorgaben aus der E-Rechnungsverordnung wirksam. Hier das Wichtigste im Überblick.

Was ändert sich in puncto E-Rechnung für den Mittelstand?

Alle Lieferanten für Stellen des Bundes, egal welcher Unternehmensgröße, sind laut E-Rechnungsverordnung ab dem 27.11.2020 verpflichtet, ihre Rechnungen elektronisch gemäß einem EU-weiten Standard zu stellen. Ausgenommen von der Vorschrift sind Direktaufträge mit einem Nettowert unter 1.000,00 Euro, Organleihen, Auslandsbeschaffungen sowie sicherheitsspezifische Aufträge, die der Geheimhaltung unterliegen. Die Regelung betrifft auch Lieferanten sogenannter Sektorenauftraggeber und Konzessionsgeber. Dazu gehören beispielsweise privatisierte Energieversorger, Einrichtungen des öffentlichen Personennahverkehrs und der sonstigen Daseinsvorsorge. Für Länder und Kommunen werden die entsprechenden Gesetze mit den relevanten Fristen gerade entwickelt. 

Wie sieht der neue Standard aus?

Das EU-Normungsgremium CEN hat dafür die Norm EN 16931 definiert, der alle E-Rechnungen an den Bund ab dem 27.11.2020 entsprechen müssen. Darauf aufbauend haben die deutschen Behörden für sich die sogenannte XRechnung als Verwaltungsstandard definiert. Zulässig ist im Sinne der E-Rechnungsverordnung aber auch ZUGFeRD 2.0 sowie jedes andere Datenaustauschformat, das der CEN-Norm entspricht. Wichtig dabei: ZUGFeRD 1.0 ist nicht CEN-konform. 

Müssen alle Unternehmen auf die neue E-Rechnung umstellen?

Nein, grundsätzlich nur diejenigen, die die öffentliche Hand beliefern. Streng genommen müssen auch nur Rechnungen, die an oben beschriebene Bundesstellen (und später Länder und Kommunen) gestellt werden, als E-Rechnung verschickt werden. Wir gehen aber von einer großen Signalwirkung auf die gesamte Wirtschaft aus. Darüber hinaus folgt die E-Rechnungsverordnung der zunehmenden Digitalisierung der Geschäftsprozesse. Daher ist es unser Anspruch, nicht nur die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, sondern eine Vorreiterrolle einzunehmen und unsere Kunden in der Digitalisierung ihrer Prozesse zu unterstützen.

Wann unterstützt proALPHA ZUGFeRD 2.0?

Die entsprechenden Anpassungen für eine Unterstützung von ZUGFeRD 2.0 sind bereits in der Entwicklung, so dass mit Wirksamkeit der E-Rechnungsverordnung im Herbst diesen Jahres das neue Format zur Verfügung steht. Aktuell gehen wir aber davon aus, dass die notwendigen Arbeiten deutlich früher abgeschlossen sein werden. Voraussetzung für ZUGFeRD 2.0 ist weiterhin der Report Designer List & Label, daher stellen wir das Format ab der Version 6.2e bereit.

Wird proALPHA ältere Versionen unterstützen?

Ja, selbstverständlich! proALPHA wird alle unter Wartung stehenden Versionen im Hinblick auf die gesetzlichen Vorgaben unterstützen. Derzeit prüfen wir die Umsetzung des Formats XRechnung bzw. eines alternativ zugelassenen Formats gemäß Norm EN 16931.

Welche Geschäftsprozesse unterstützt proALPHA mit ZUGFeRD 2.0?

proALPHA wird sowohl die Rechnungsstellung im Format PDF/A-3 als auch die Eingangsrechnungsverarbeitung unterstützen. Hierbei kann proALPHA den gesamten E-Rechnungsprozess abbilden – vom Eingang über die inhaltliche und formale Prüfung, die nötigen Freigaben via Workflow bis hin zum vorbereiteten Buchungssatz und zur revisionssicheren Archivierung der Belege.    

Wird damit die Automatisierte Eingangsrechnungsverarbeitung in proALPHA obsolet?

Keineswegs. Denn Unternehmen werden im Rechnungseingang zwar ZUGFeRD 2.0-kompatible Rechnungen erhalten, aber auch weiterhin Belege in Form von PDF, PDF/A, XML, EDI und anderen Formaten. Weitere Infos zur Automatisierten Eingangsrechnungsverarbeitung unter https://www.proalpha.com/de/proalpha-erp/module/eingangsrechnungsverarbeitung/.

Was ist mit Österreich und der Schweiz?

Die Bundesverwaltungen in Österreich und der Schweiz verlangen von ihren Lieferanten bereits Rechnungen in elektronischem Format.

Wie sieht es mit den weiteren europäischen Ländern aus?

Wir prüfen aktuell, wie die Vorgaben in den einzelnen Ländern gehandhabt werden und wie wir diese in proALPHA umsetzen. 

Wo kann ich weitere Informationen über das E-Rechnungsgesetz und die E-Rechnungsverordnung finden?

Unter diesen Links finden sich weiterführende Informationen:

 

Wie geht es weiter?

Sobald die vorgenannten Arbeiten und Prüfungen abgeschlossen sind, werden wir erneut berichten.

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Für Rückfragen und weitere Informationen zur Pressearbeit von proALPHA steht Ihnen Susanne Koerber-Wilhelm gerne zur Verfügung.

+49 89 92306841-445 presse@proalpha.com

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