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FachinformationGeschäftsleitungProduktion & Konstruktion - 11.01.17

MAJA-Maschinenfabrik: Systematisches Innovationsmanagement

Stabile Abläufe als Basis für Innovationen

Der proALPHA-Anwender MAJA-Maschinenfabrik rangiert auf Platz 13 der innovativsten Mittelständler in Deutschland. Das hat die aktuelle Studie „Innovations-Champions 2016“ ergeben. Die Münchner Unternehmensberatung Munich Strategy Group (MSG) wertete für dieses Ranking im Auftrag der „WirtschaftsWoche“ die Daten von 3.500 deutschen Unternehmen aus.

Joachim Schill hatte es sich gerade in seinem Sitz auf dem Flug in die USA bequem gemacht, als ihm ein Artikel in der „WirtschaftsWoche“ ins Auge sprang: Unter der Überschrift „Erfinden, bis die Schwarte kracht“ berichtete das Magazin über ein Familienunternehmen aus der kleinen Gemeinde Goldscheuer bei Kehl am Rhein und wie es mit immer neuen Ideen zum Innovationstreiber einer ganzen Branche wurde. Es handelte sich um die MAJA-Maschinenfabrik, die Schills Großvater gegründet hatte und bei der er selbst heute als Geschäftsführender Gesellschafter fungiert.

10 Prozent des Umsatzes für die Entwicklung

Anlass für den Bericht war die Studie „Innovations-Champions 2016“ der Münchner Unternehmensberatung MSG, laut der MAJA auf Platz 13 der 50 innovativsten Mittelständler in Deutschland rangiert. Ausschlaggebend für die gute Platzierung waren einerseits harte Zahlen wie Umsatzsteigerung, Neukundenanteil, Ertragskraft, Zahl der Patente oder der Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Aber auch etliche weiche Faktoren wie die Etablierung einer ideenfördernden Kultur oder langfristige Denk- und Arbeitsprozesse spielten eine wichtige Rolle bei der Bewertung.

„Um technologisch immer an der Spitze zu bleiben, geben wir pro Jahr ungefähr 10 Prozent unseres Umsatzes für die Weiter- und Neuentwicklung von Produkten aus“, berichtet Joachim Schill. Mit einem jährlichen Umsatzwachstum zwischen fünf und zehn Prozent in den letzten Jahren geht diese Innovationsstrategie offensichtlich auf. Und sie hat eine lange Tradition.

Erfolgsgeschichte in der dritten Generation

Als sein Großvater Hermann Schill das Unternehmen 1955 gründete, baute er zunächst Eisfräsen und Knochenkreissägen. Seinen Namen verdankt das Unternehmen einer Tante des Gründers, Maja, die mit einer Finanzspritze zum guten Start beitrug. Schon drei Jahre nach der Gründung gelang der Durchbruch: Die erste Entschwartungsmaschine der Welt ersparte den Fleischereibetrieben die mühevolle Handarbeit. 1963 brachte MAJA dann den ersten Scherbeneiserzeuger auf den Markt, dessen Gefrorenes deutlich besser kühlte als die herkömmlichen Würfel.

Heute leitet mit Joachim und Reinhard Schill die dritte Generation den Familienbetrieb und die Erfolgsgeschichte geht nahtlos weiter. Zu den neuesten Entwicklungen gehören die flexiblen autonox24-Roboter der Tochterfirma MAJAtronic. Sie kommen nicht nur in einer Hygiene-Version in der Fleischwirtschaft zum Einsatz, sondern verpacken inzwischen auch Cola-Dosen, Kosmetik oder Kaffeekapseln.

Auf der internationalen Fleischwirtschaftsmesse IFFA im Mai 2016 in Frankfurt am Main überraschte MAJA mit der Weiterentwicklung einer Maschine für das gewichtsgenaue Portionieren sämtlicher Teilstücke von Schwein, Rind, Kalb, Lamm und Geflügel. „Um eine nochmalige Geschwindigkeitssteigerung, eine noch bessere Genauigkeit und eine einfachere Bedienung hinzubekommen, haben wir alle Komponenten optimal aufeinander abgestimmt“, verrät Joachim Schill.

Neue Ideen dürfen nicht zu schnell abgebügelt werden

Solche Ergebnisse kommen nicht von selbst – bei MAJA gibt es dafür ein systematisches Innovationsmanagement: Regelmäßig treffen sich Vertreter von Entwicklungsabteilung, Vertrieb und Geschäftsleitung, um neue Ideen zu besprechen und die Marschrichtung festzulegen. „Kein Vorschlag darf im Vorfeld abgebügelt werden“, betont Joachim Schill. „Wir prüfen alle Ideen.“ Sackgassen und Rückschläge bleiben dabei nicht aus, sind jedoch bewusst einkalkuliert. „Man muss nur rechtzeitig den Mut haben, ein Projekt auch ohne Schmerz sterben lassen“, rät der Familienunternehmer.

Mit seinem „Bauchgefühl“ hat der Familienunternehmer schon oft richtiggelegen – etwa wenn es um neue Nutzungsmöglichkeiten für die MAJA-Standardmaschinen geht: Die ursprünglich für Metzgereien entwickelten Scherbeneiserzeuger kommen heute auch in vielen Supermärkten in den Fischtheken zum Einsatz, sowie bei Frühstücksbüffets von Hotels, in der Chemieindustrie oder in der Medizin.

Und damit nicht genug: Selbst Betreiber von Kunstschnee-Pisten oder Schneeduschen im Wellnessbereich von Spaßbädern verwenden sie. Und sollte einmal im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen das Kühlsystem ausfallen, steht zur Sicherheit eine MAJA-Maschine bereit. Damit kann dem Ötzi ganz schnell ein Eisbett bereitet werden, um die Mumie vor dem sonst sicheren Zerfall zu retten.

Ein stabil laufendes ERP-System hält den Rücken frei

Für die Aufnahme in die Spitzengruppe der Studie „Innovations-Champions 2016“ sind auch permanente Effizienzsteigerungen durch Prozessinnovationen ein wichtiges Kriterium. Und hier spielt bei MAJA seit über 20 Jahren proALPHA eine wesentliche Rolle. „Wenn die Abläufe mit Hilfe des ERP-Systems stabil laufen, hat man schon viel gewonnen“, ist Joachim Schill überzeugt.

Denn damit kann sich das Unternehmen auf seine eigentliche Kernkompetenz konzentrieren. „Für uns ist proALPHA ein wichtiges Werkzeug, um uns den Rücken frei zu halten“, lobt der Firmenchef, „und ich erhalte darüber jederzeit Zugriff auf alle wichtigen Zahlen, ob ich sie für den Innovationsprozess oder für etwas anderes benötige“.

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