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FachinformationFinanzwesen & ControllingGeschäftsleitung - 18.04.16

Internationales Rechnungswesen

Internationalität beginnt im Rechnungswesen

In vielen Branchen stützen sich Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit auf das internationale Engagement. proALPHA unterstützt Mittelständler dabei, international erfolgreich zu wachsen: etwa mit neuen Landesversionen oder Funktionen zur Steuerfindung im globalen Umfeld. Zudem erleichtert mehr Flexibilität in der Rechnungslegung – etwa in der Wahl zwischen HGB und International Financial Reporting Standards (IFRS) – die internationale Berichterstattung.

Internationales Rechnungswesen mit proALPHA ERP - Bei einer Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young anlässlich der Verleihung des Unternehmerpreises „Entrepreneur of the Year 2015“ gaben die befragten Mittelständler an, bereits jeden dritten Euro im Ausland zu verdienen.(1) Und der Trend wird sich fortsetzen: Nur sechs Prozent wollen sich künftig mehr auf den deutschen Markt konzentrieren. Rund 29 Prozent rechnen hingegen damit, bald die Hälfte des Umsatzes im Ausland zu erwirtschaften. Für 39 Prozent könnte es sogar auf den Großteil des Geschäfts zutreffen. Dabei ist der Weg ins Ausland oft steinig. Das liegt nicht nur an den organisatorischen Herausforderungen, sondern auch an den unterschiedlichen Rahmenbedingungen für das betriebliche Rechnungswesen.

Mittelständler sollten sich deshalb darauf verlassen können, dass der Softwarepartner Trends und neue Gesetzesinitiativen rechtzeitig erkennt, umsetzt und proaktiv informiert. proALPHA ERP greift die steigenden Anforderungen im internationalen Rechnungswesen auf.

Das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz in Kürze

Im Juli 2015 verabschiedete der Bundesrat die seit Langem größte Reform des Handelsgesetzbuchs (HGB). Das „Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG)“ basiert auf einer EU-Richtlinie. Das Ziel: die Vorschriften für die Berichterstattung von Kapitalgesellschaften in der EU weiter zu harmonisieren. Für kleine Kapitalgesellschaften ist das eine gute Nachricht, auf mittelständische und große Unternehmen kommt mehr Arbeit zu: 

  • Die Schwellenwerte für kleine Kapitalgesellschaften wurden erhöht. Damit sinkt der Umfang der Berichtspflichten für viele Unternehmen. Alle weiteren Publizitätspflichten entfallen.
  • Mittlere und große Gesellschaften müssen hingegen einen erweiterten Anlagenspiegel vorlegen, die Laufzeiten der Verbindlichkeiten angeben oder selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände unter Umständen über zehn Jahre abschreiben.
  • Der Begriff der „Umsatzerlöse“ umfasst nicht mehr allein die gewöhnliche Geschäftstätigkeit, sondern ausnahmslos alle Erlöse aus Verkauf, Vermietung oder Verpachtung.

Für internationales Wachstum gerüstet

Kein ERP-System kann jedes erdenkliche finanzwirtschaftliche Detail aus allen Ländern der Welt abbilden. Was Unternehmen von ihrer Unternehmenssoftware jedoch erwarten dürfen, ist die notwendige Flexibilität, um sich auf unterschiedliche internationale Szenarien einzustellen. proALPHA setzt zu diesem Zweck an mehreren Stellen an:

Intercompany:
Mandantenübergreifende Prozesse werden auch im internationalen Umfeld laufend vereinfacht. Konzerninterne Geschäfte, wie etwa der grenzüberschreitende Warenverkauf zwischen Tochtergesellschaften, laufen dadurch auf der Buchungsebene automatisch.

Landesversionen: Mit proALPHA 7.1 werden drei neue Landesversionen zur Verfügung stehen: für Großbritannien, China und die Niederlande.

Gesamtkosten- und/oder Umsatzkostenverfahren inklusive „Ware in Arbeit“: Unternehmen können künftig in ein und demselben Mandanten parallel nach dem Gesamt- und nach dem Umsatzkostenverfahren berichten. Auf diese Weise kann der Jahresabschluss wahlweise nach Regeln des Handelsgesetzbuch (HGB) oder denen der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt werden. Das Ergebnis ist dabei unterm Strich immer identisch. Ein Wechsel zwischen dem Umsatzkosten- und dem Gesamtkostenverfahren ist daher jederzeit möglich, Mitarbeiter haben dadurch mehr Flexibilität im Reporting. Besonderer Vorteil ist, dass unabhängig vom gewählten Verfahren, jederzeit der Auftragswert „Ware in Arbeit“ auf Knopfdruck zur Verfügung steht.

Steuerfindung: proALPHA stellt künftig einen Assistenten für die internationale Steuerfindung bereit. Anwender sind damit in der Lage, die international unterschiedlichen Steuerregeln in proALPHA abzubilden und in Eigenregie zu pflegen. Dabei ist es egal, ob es ein einstufiges System wie das deutsche Umsatzsteuerrecht (Steuersatz gilt für ganz Deutschland) oder mehrstufige Varianten, wie zum Beispiel in den USA, gibt. Welches System ausgewählt wird, hängt beispielsweise vom Sitz des Kunden oder einer abweichenden Lieferanschrift ab. Die internationale Steuerfindung trägt dazu bei, den hohen Aufwand für die Anpassung internationaler Aufträge zu reduzieren. Gleichzeitig ist sichergestellt, dass zuverlässig mit korrekten Steuersätzen abgerechnet wird.

Konsolidierung:
Die Integration der Spezialsoftware „LucaNet.Financial Consolidation“ vereinfacht die internationale Konzernkonsolidierung. LucaNet erweitert den Funktionsumfang des Konsolidierungsmoduls „proALPHA KONS“ und hat vordefinierte Konsolidierungsvorgaben für Länder wie Österreich, die Schweiz, Frankreich, China oder Großbritannien an Bord.


1) Ernst & Young, „Tradition – oder die Pflicht, sich immer wieder neu zu erfinden. Siegerstrategien im deutschen Mittelstand 2015“, Januar 2015.

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