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FachinformationIT & OrganisationProduktion & KonstruktionIndustrie 4.0 - 01.06.16

Industrie 4.0 wird Realität – USA und Deutschland weltweit führend

Aktuelle Studien vom Digitalverband Bitkom, der Boston Consulting Group und Roland Berger zeigen: Deutschland gehört bei Industrie 4.0 weltweit zu den Vorreitern. Das hat gute Gründe. Denn die Studien belegen auch: Industrie 4.0 ist die Voraussetzung für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie – und damit auch für die Sicherung von Arbeitsplätzen.

Intelligente Vernetzung von der Fertigungsanlage bis zum Kunden – die Idee von Industrie 4.0 hat konkrete Formen angenommen, schneller und erfolgreicher als vermutet. Was vergangenes Jahr oft nur als entfernte Möglichkeit diskutiert wurde, gehört heute bei der Mehrheit der produzierenden Unternehmen zur strategischen Entwicklung: Industrie 4.0 beeinflusst Investitionsentscheidungen und zeigt sich in ersten Vorzeigeprojekten mit messbarem Mehrwert. Zahlreiche Studien belegen, dass gerade deutsche Unternehmen gut aufgestellt sind, durch die „vierte industrielle Revolution“ Wettbewerbsvorteile zu schaffen.

So unterstreicht der Digitalverband Bitkom, in dem proALPHA Mitglied ist, die Ergebnisse seiner aktuellen Studie1 mit diesem knappen Satz: Industrie 4.0 hat die deutschen Fabriken erreicht. Im Detail heißt das: 46 Prozent der deutschen Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe nutzen Industrie 4.0-Anwendungen, weitere 19 Prozent haben konkrete Pläne dafür. 

Kurz: Fast zwei Drittel sind in Sachen Industrie 4.0 heute schon aktiv. Ein weiteres Viertel der Befragten (23%) kann sich zumindest vorstellen, künftig entsprechende Anwendungen zu nutzen. Nur für eine Minderheit von 12 Prozent ist Industrie 4.0 kein Thema. Damit gehört Deutschland nach den USA laut Bitkom2 zu den führenden Industrie 4.0-Nationen.

Deutsche Unternehmen für Industrie 4.0 gut vorbereitet

Dieses große Engagement hat gute Gründe: So betont die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) in einer aktuellen Studie3, dass der Standort Deutschland in den nächsten zehn Jahren deutlich von Industrie 4.0 profitieren wird. BCG prognostiziert bis zu 390.000 neue Arbeitsplätze, ein zusätzliches Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von rund 30 Milliarden Euro beziehungsweise ein Prozent sowie ein Investitionsvolumen von 250 Milliarden Euro durch Industrie 4.0. Und die Ausgangsbasis dafür sei gut: Die deutsche Industrie mit ihrem führenden Automatisierungsgrad habe alle Chancen, bei diesem Thema ganz vorne mitzuspielen. 

Die BCG4 sieht in diesem Wettrennen Deutschland sogar – zumindest noch – vor den USA. Laut ihren Ergebnissen gehen mehr als 80 Prozent der Befragten aus Deutschland davon aus, gut auf die Einführung von Industrie 4.0-Technologien vorbereitet zu sein.

Industrie 4.0 bedeutet Paradigmenwechsel in der Wertschöpfung

Geht es um die zentralen Erfolgsfaktoren, unterstreicht die Unternehmensberatung Roland Berger in einer Studie5, dass Industrie 4.0 mehr sei als bloße Technologie. Vielmehr bedeute sie einen Paradigmenwechsel in der Fertigungsstrategie eines Unternehmens.

Die „vierte industrielle Revolution“ transformiere die ökonomischen Paradigmen und Mechanismen der Wertschöpfung. Es gehe nicht länger um Skalen- und Volumeneffekte, sondern vielmehr um flexible und lokalisierte Produktion nahe am Bedarf. Fertigung werde mit Selbstkorrekturmechanismen vorausschauender und beinhalte weniger „Versuch und Irrtum“.

In den USA glauben dies weniger als 60 Prozent der teilnehmenden Unternehmen von sich.

Investitionsziele sind optimierte Prozesse und bessere Auslastung

Bei Investitionen zeigen sich laut der Bitkom-Studie die Unternehmen noch vorsichtig. 57 Prozent der Betriebe, die Industrie 4.0 anwenden oder dies planen, haben in diesem Jahr Gelder dafür vorgesehen. Das Budget dafür macht im Schnitt vier Prozent des Gesamtumsatzes aus. Die Ziele: 

  • Prozesse optimieren (69%)
  • Kapazitätsauslastung der Fabriken verbessern (57%)
  • Kundenwünsche schneller umsetzen (50%)
  • Produktionskosten senken (44%)
  • Personalkosten reduzieren (19%)
  • Bessere Planung von Wartungsfenstern (17%)
  • Neue Geschäftsmodelle entwickeln oder bestehende verändern (14%)
  • Neue Kundengruppen ansprechen (13%)

Die Relevanz von Industrie 4.0 steht heute außer Frage. Dies stellen die aktuellen Studien und insbesondere die des Bitkom heraus, denn laut dessen Umfrage unterschreiben drei Viertel der Unternehmen (75%) den Satz: Industrie 4.0 ist die Voraussetzung für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie – und damit auch für die Sicherung von Arbeitsplätzen.

Erfahren Sie mehr zu den Industrie 4.0-Initiativen von proALPHA in Praxis und Forschung unter:
www.erp-i40.com

 

Ihr Ansprechpartner: 

Andree Stachowski
proALPHA Geschäftsführer & Chief Sales Officer

 

1) https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Fast-jedes-zweite-Industrieunternehmen-nutzt-Industrie-40.html

2) https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/USA-und-Deutschland-sind-bei-Industrie-40-weltweit-fuehrend.html

3) http://www.bcg.de/media/PressReleaseDetails.aspx?id=tcm:89-185709

4) http://www.bcg.de/media/PressReleaseDetails.aspx?id=tcm:101-207606

5) https://www.rolandberger.de/medien/publikationen/2016-04-25-rbsc-pub-Industrie_4-0.html

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