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Hawa Sliding Solutions AG

Flexible Prozesse mit proALPHA

Bei Hawa Sliding Solutions AG dreht sich alles ums Schieben. Die Beschläge des Schweizer Familienunternehmens bewegen in Bürogebäuden, Einkaufszentren, Hotels oder exklusiven Wohnanlagen Schiebeläden, (Schrank-)Schiebetüren oder mobile Trennwände. Auch die Residenz der Deutschen Botschaft in Tadschikistan setzt Hawa-Produkte ein. Auf Knopfdruck lassen sich dort die Schiebeläden automatisch in jede gewünschte Position fahren. „Knopfdruck“ ist ein gutes Stichwort: Denn Datenflüsse und Prozesse steuert Hawa Sliding Solutions quasi ebenso – allerdings mit proALPHA. Dabei ist das Fertigungsunternehmen ein erfahrener und neuer proALPHA Anwender zugleich. Erfahren deshalb, weil die damalige HAWA AG vor einem Jahr mit ihrer Schwesterfirma, der EKU AG, fusionierte, die bereits seit der Jahrtausendwende proALPHA nutzt. Neu, weil Hawa selbst erst seit Anfang 2017 auf proALPHA setzt. Mit dem Zusammenschluss ist ein führender, globaler Anbieter von Schiebelösungen mit 85 Prozent Exportanteil entstanden, der langfristig wachsen will. Dabei soll proALPHA helfen.

Bei Losgrößen von 1 bis 250.000 Stück stehen besonders perfekt abgestimmte Fertigungsprozesse im Fokus. Wie schon bei der EKU AG (Werk Sirnach) übernimmt auch im neuen Firmenverbund das proALPHA Planungstool Advanced Planning & Scheduling (APS) deren flexible Planung und Steuerung. Darüber hinaus sorgt das Dokumenten Management System von proALPHA standortübergreifend für eine reibungslose Archivierung von E-Mails, Belegen, Rechnungen oder Zeichnungen. Störungsfreie Materialbewegungen im Werk Mettmenstetten garantiert ein speziell in proALPHA entwickeltes Lagerverwaltungscockpit.

Logo: HAWA

Branche:

Standorte: Mettmenstetten und Sirnach (Schweiz); Tochtergesellschaften in Dallas, Katar, Dubai, Singapur

Produkte: Schiebelösungen für Einrichtung, Möbel und Bau

Umsatz: 65 Mio. € (2016)

Mitarbeiter: 240

www.hawa.com

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Highlights

  • Unternehmensweit hohe Automatisierung
  • Durchgängig abgebildete und transparente Fertigungsprozesse
  • Lieferbereitschaftsgrad konnte auch im neuen Werk Mettmenstetten auf 94 Prozent etabliert werden, „frozen zone“ von zwei Tagen erreicht
  • Automatisierte Eingangsrechnungsverarbeitung per DMS sorgt für 90%ige Skontoausnutzung
  • Speziell entwickeltes Lagerverwaltungscockpit sorgt für störungsfreie Lagerbewegungen
  • Kurze Einführungszeit im Werk Mettmenstetten von acht Monaten
HAWA - ERP-Anwenderbericht

Ein Maximum an Flexibilität für über 24.000 Produktionsaufträge

Hawa Sliding Solutions bietet ein breites als auch tiefes Sortiment. Pro Jahr laufen an beiden Standorten ca. 24.000 Produktionsaufträge durch die Fertigung. „Eine klassische, streng hierarchische Kapazitätenplanung nach MRP II ist bei uns nicht mehr gefragt“, sagt Michel Leuenberger, CIO bei der Hawa Solution Sliding AG. „Dazu ist unsere Varianz zwischen unseren Standardprodukten und den auf Kundenwunsch individualisierten Erzeugnissen zu groß. Wir müssen daher von Haus aus äußerst flexibel fertigen, ansonsten kämen wir mit der Produktion buchstäblich nicht mehr nach.“ Rund 70 Prozent der Herstellung laufen verrichtungsorientiert, 30 Prozent werden bereits auf dedizierten Arbeitsplätzen nach dem sogenannten One-Piece-Flow fabriziert. Dabei begleiten die Mitarbeiter ein Werkstück durch die verschiedenen Bearbeitungsgänge bis zur Fertigstellung. Es gibt keine Zwischenlager mehr. Zusätzlich muss die Produktion immer wieder kurzfristig eingehende Sonderaufträge störungsfrei in die Fertigungsabläufe einlasten sowie Lastspitzen auffangen.

Um beide Produktionsarten unter einen Hut zu bringen, nutzt das Schweizer Familienunternehmen proALPHA APS. Das Planungstool nimmt dem Disponenten einen immer größer werdenden Teil der planerischen Arbeit ab: Dabei optimiert es den Ressourceneinsatz und priorisiert die Fertigungsaufträge. Dank der vorausschauenden Planung stehen immer genügend Material und Personal zur Verfügung – trotz sinkender Losgrößen. Die Lieferbereitschaft gegenüber den Kunden ist mit über 94 Prozent schon recht hoch, die Termintreue noch besser. Beide Kennzahlen gelten übrigens auch für das erst seit wenigen Monaten mit proALPHA arbeitende Werk Mettmenstetten. Zugleich hat sich dort die Transparenz erhöht: Früher kam es bisweilen vor, dass ein Auftrag monatelang im Unternehmen vor sich hin „schlummerte“, bevor er in Angriff genommen wurde. Auch die genauen Warenbestände waren nicht immer bekannt. „Das hat sich komplett gewandelt“, meint Leuenberger. „Heute hat unser Produktionsleiter die Parameter im Blick: Termine, Prioritäten, Kapazitäten, Bestände – und kann entsprechende Maßnahmen ableiten. Die früher notwendigen Zwischenlager in der Fertigung haben sich spürbar reduziert. Engpässe können nun besser erkannt und früher behoben werden.“

Ein weiteres Plus des Planungstools: Hawa Sliding Solutions hat mittlerweile an beiden Standorten eine „frozen zone“ von nur zwei Tagen, an denen der Produktionsplan eingefroren, also nicht geändert werden darf. Vor dem Einsatz von proALPHA APS war daran nicht zu denken. Der gesamte Produktionsablauf war früher sehr von einzelnen Mitarbeitern abhängig und die Auslastung nicht immer klar ersichtlich. Gerade im Werk Mettmenstetten, wo zu rund 30 Prozent auftragsbezogen gefertigt wird, sorgen die klareren Prozesse für den Überblick in der Herstellung. Hinzu kommt, dass mittlerweile der Vertrieb mittels proALPHA auch direkt Produktionsaufträge generiert, was nicht nur den Ablauf erleichtert, sondern ihn auch beschleunigt. Zusätzliche Optimierungen mit dem System sind geplant, um die Produktivität weiter zu erhöhen.

„Mit dem DMS von proALPHA haben wir wesentliche Dokumente im Griff und sparen dazu noch Zeit und Geld.“

Michel Leuenberger, CIO Hawa Sliding Solutions AG

Automatisierte Belegverarbeitung sorgt für 90%ige Skontoausnutzung

Um den Mitarbeitern alle relevanten Dokumente in kürzester Zeit zur Verfügung zu stellen, lassen sich E-Mails, Belege, Rechnungen, Zeichnungen und andere Unterlagen per Drag & Drop einem Geschäftsfall zuordnen. Dafür sorgt der integrierte Ansatz des proALPHA Dokumenten Management Systems (DMS), der Hawa auch im neuen Werk bereits einen homogenen Arbeitsfluss erlaubt. So kann das Fertigungsunternehmen alle Dokumente strukturiert und elektronisch ablegen, archivieren und verwalten. Intensiv genutzt wird mittlerweile der Rechnungseingangsprozess mit jährlich rund 13.000 Belegen. Diese werden zentral vorerfasst bzw. gescannt, durch die Lösung Readsoft (seit 2014 Lexmark) erkannt und teilweise automatisch verarbeitet. Ein hinterlegter Workflow leitet sie anschließend direkt an die zuständigen Mitarbeiter zur Kontierung und Freigabe weiter.

Die in proALPHA für alle Mitarbeiter hinterlegten Freigabebeträge stellen sicher, dass hohe Rechnungsbeträge auch entsprechend korrekt geprüft und visiert werden. Der digitalisierte Beleg wird im DMS abgelegt, seine gültige Freigabe ist für das Interne Kontrollsystem (IKS) elektronisch verfügbar. Ein weiteres Plus der schnelleren Durchlaufzeit ist die Nutzung von Skontorabatten. Früher blieben viele Rechnungen zu lange unbearbeitet liegen. Heute begleicht die Buchhaltung Rechnungen in 90 Prozent aller Fälle innerhalb des Skontozeitrahmens (früher: 75 Prozent). So kann Hawa von den vereinbarten Zahlungskonditionen profitieren.

Auch in der Produktion hilft das DMS. Dort werden kundenspezifische Aufträge mit Detailspezifikationen, ob in Textform, Tabellenform oder als Skizze, nicht mehr ausgedruckt und in Heftern gesammelt wie früher, sondern liegen ebenfalls zentral und elektronisch abrufbar beim jeweiligen Produktionsauftrag bereit. So sehen Fertigungsmitarbeiter auf einen Blick, nach welchen Richtlinien und Parametern sie einen kundenspezifischen Artikel herzustellen haben. Der zuständige Meister wiederum kann dies jederzeit gegenprüfen.

Einzigartiges Lagerverwaltungscockpit sorgt für störungsfreie Lagerbewegungen

Neben der Automatisierung schätzt Hawa Sliding Solutions an proALPHA, dass es sich gut an eigene Bedarfe anpassen lässt. So hat das Schweizer Familienunternehmen zusätzlich ein Lagerverwaltungscockpit entwickeln lassen, das alle chaotisch geführten Hochregallager des neu hinzugekommenen Standorts Mettmenstetten samt deren Lagerrechnern in proALPHA einbindet. Damit bleibt gewährleistet, dass die ERP-Lösung das führende System ist und sich alle Abläufe – ob Wareneingänge, Umbuchungen oder Materialbewegungen – auf einer Oberfläche abbilden lassen. Alle Logistikmitarbeiter nutzen das Cockpit. Nach der Anmeldung wählen sie den Lagerort aus. Per Auswahlfilter geben sie an, ob sie Ware ein- oder auslagern wollen. Bei Letzterem gibt proALPHA die entsprechenden Fahrbefehle an das zugeordnete Gewerk vor Ort, welches die entsprechenden Behälter in Bewegung setzt. Bei Einlagerungen sieht der Lagerist beispielsweise automatisch passende Lagerplätze. Leuenberger ist zufrieden: „Bei rund 50.000 Lagerbewegungen in nur drei Monaten hat es in der Kommunikation zwischen proALPHA (betrieben im Werk Sirnach) und unseren Lagerrechnern vor Ort in Mettmenstetten nicht eine einzige Störung gegeben.“

Leuenberger zieht ein erstes Fazit: „Mit proALPHA als führendem System sind wir im gesamten Unternehmen in der Lage, die Produktivität in vielen Prozessen weiter zu steigern. Durch die knappe unternehmensweite Einführungszeit müssen 2017 noch einige Optimierungen und Mikroprozesse umgesetzt, die Mitarbeiter entsprechend instruiert bzw. geschult und an den Stammdaten weiter gefeilt werden. Aber die Zufriedenheit mit dem System ist hoch und wächst weiter.“

Die Zahlen sprechen für proALPHA

Hinter einer hervorragenden ERP-Branchenlösung steht ein starkes Unternehmen: Die proALPHA Gruppe überzeugt durch Innovationskraft, Anwender­zufriedenheit und Kundennähe – in Deutschland und weltweit.

proALPHA Facts & Figures