Rala GmbH & Co. KG

Lagerverwaltung im idealen Fluss

Unter dem Motto „Rala – Für die Industrie“ bedient die Rala GmbH & Co. KG seit 1889 Industrie, Handwerk und Kommunen mit technischen Artikeln aus Gummi und Kunststoff sowie mit Arbeitsschutz von Kopf bis Fuß. Mit über 270 Mitarbeitern setzt das Unternehmen vor allem auf Service und Liefergeschwindigkeit für seine Kunden. Auf 15.000 Quadratmetern Lagerfläche warten 18.000 Kernsortimentsartikel auf ihre Kommissionierung. Das geht nur mit einem schlüssigen Konzept und einem verlässlichen ERPSystem. Aus diesem Grund entschied sich Rala in 2006 für die Einführung von proALPHA.

Aus einer langen Tradition heraus hat sich bei Rala ein umfangreiches Produktangebot aus Antriebs- und Klebetechnik, Hilfs- und Betriebsstoffen, Arbeitsschutzbekleidung, Kunststoffteilen, Schläuchen und Transportbändern entwickelt. Damit macht das Unternehmen mittlerweile über 60 Millionen Euro Umsatz (2013). Das Credo von Rala lautet: Kunden schnell und zuverlässig aus einem gut sortierten Lager heraus beliefern. Ohne Softwareunterstützung ist dies nicht zu bewältigen. Allein das neue Kleinteilelager umfasst 45.000 Lagerplätze auf drei Ebenen. Des Weiteren gilt es, über 4.500 Palettenstell- und rund 1.500 Durchlaufregalplätze zu verwalten.

2006 begann Rala seine IT-Landschaft umzubauen und führte die ERP-Komplettlösung proALPHA ein. Damit werden die Prozesse in der Materialwirtschaft, in Einkauf & Verkauf und in der Produktion nun zentral gesteuert. Einziger Wermutstropfen zu diesem Zeitpunkt: Die Bestände mussten noch mit dem alten Lagerverwaltungssystem abgeglichen werden, das über Schnittstellen an proALPHA angebunden war. Dadurch entstanden zeitweise Verzögerungen im Prozess, wodurch es vorkommen konnte, dass unterschiedliche Zahlen im Umlauf waren.

Branche:

Standorte: Deutschland

Produkte: Großhandel

Umsatz: 60 Mio. Euro (2013)

Mitarbeiter: 270

www.rala.de

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„Wir wissen zu jedem Zeitpunkt, wo sich eine Ware befindet und wer sie kommissioniert oder versandfertig gemacht hat.“
Peter Bechtel, Prokurist, Rala GmbH & Co. KG
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Exakte Bestände dank integrierter Lagerverwaltung

Im Jahr 2010 wurde bei Rala dann ein neues Lagerverwaltungssystem in Betrieb genommen. Dieses basiert auf dem proALPHA Entwicklungs- und Datenbanksystem und wurde eigens auf die Bedürfnisse von Rala zugeschnitten – ein großes Plus, denn so ist höchste Integration mit dem ERP-System garantiert. „Das heißt für uns, dass die Bestände stimmen“, freut sich Prokurist Peter Bechtel, der bei dem Ludwigshafener Unternehmen die Bereiche IT, Finanzen und Logistik verantwortet. „Wann immer wir diese abrufen, haben wir die aktuellen Zahlen vorliegen, denn alle Buchungen werden umgehend in proALPHA übernommen. Der Prozess ist jetzt durchgängig und transparent.“ 

Darüber hinaus sei das neue System für eine Standardanwendung bemerkenswert flexibel, ergänzt er. Um die Abwicklung noch weiter zu verbessern, modernisierte Rala in 2012 sein Lager, indem man in neue Hardware, Regale und Fördertechnik investierte und die damit verbundene optimierte Abwicklung in dem Lagerverwaltungssystem problemlos abbildete.

Hohe Termintreue als USP im Großhandel

„Im technischen Handel sind die Produkte vielfach sehr ähnlich. Hervortun können wir uns daher überwiegend über den Service“, erläutert Bechtel. Das heißt in vielen Fällen: Die Lagerware muss schnell beim Kunden sein. Wunsch- und Liefertermin sind dank proALPHA bei Rala heute in über 95 Prozent der Fälle deckungsgleich. Die meisten Aufträge sind innerhalb von nur zwei Tagen ausgeliefert. In der Regel handelt es sich hierbei um Bestellungen des Kernsortiments, wofür das Unternehmen intern eine Transportzeit von zwei Tagen festgelegt hat: je einen Tag für die Kommissionierung/Versandabwicklung und für die Lieferzeit des Frachtführers.

Sobald ein Auftrag erfasst ist, prüft das System zum einen, ob die bestellte Ware vorrätig ist, und zum anderen, ob alle Bestellkriterien erfüllt sind. Natürlich kann der Liefertermin auch die Standardversandzeit von zwei Tagen überschreiten. Beispielsweise dann, wenn der Auftrag umfangreich und/oder spezifisch ist und Teile davon in der hauseigenen Produktion gefertigt oder veredelt werden müssen, der Kunde die Ware aber komplett geliefert haben möchte. Oder wenn der Kunde die Lieferung zu einem speziellen Termin wünscht. „Ganz gleich, wie ein Auftrag auch gelagert ist, wir können unseren Kunden immer genau sagen, wann sie die Lieferung erhalten“, äußert sich Bechtel zufrieden.

Highlights

  • Flexibles ERP-Komplettsystem, das sich an die individuellen Anforderungen des Unternehmens anpasst
  • Integration mobiler Datenerfassungsgeräte in der Kommissionierung
  • Minimaler Aufwand durch belegloses Kommissionieren gepaart mit einem neuen Logistikkonzept
  • Über 95-prozentige Termintreue dank Transparenz in der Lagerverwaltung bei über 45.000 Lagerplätzen
  • Durchgängige Dokumentation aller Bestellungen in der Kommissionierung mittels Barcode-Scanner-Einsatz

Zugriff allerorten, ganz ohne Beleg

Bei Rala wird alles per Barcode erfasst. Jede Warenbewegung und jeder Arbeitsschritt – im Wareneingang wie auch in der hauseigenen Fertigung. Ein Mitarbeiter prüft, ob die Lieferung vollständig ist und die Bestellnummer auf der Ware mit der im Rala-Lagerverwaltungssystem übereinstimmt. Danach bricht er die Lieferung auf die kleinste Mengeneinheit herunter, bevor er sie je nach Größe und Umfang in Behältern oder auf Paletten zu der bereits im Artikelstamm hinterlegten Lagerzone schickt. proALPHA weist der Fördertechnik dabei den Weg. Sobald die Ware am Logistikbestimmungsort eintrifft und dort verbucht wird, kann sie kommissioniert werden.

Bestellt ein Kunde Ware und ist dieser Auftrag bereits geprüft und vom System freigegeben, wird im Lagerverwaltungssystem ein Kommissionierschein erzeugt und ein Fahrauftrag erteilt. Die Lagermitarbeiter sehen diese Bewegungen auf Monitoren an ihren Arbeitsplätzen. Wie ihre Kollegen in der Fertigung oder im Wareneingang haben auch sie Zugriff auf das System.

Pro Fahrauftrag werden jedem Mitarbeiter so bis zu 20 Kommissionierscheine zugeteilt, deren Artikel sich alle innerhalb von insgesamt zehn Kommissionierungszonen befinden. Nachdem sich die Mitarbeiter dort angemeldet haben, entnehmen sie die Ware aus dem angegebenen Regal, scannen Artikelnummer und Stellplatz und verbuchen die Artikel somit als entnommen. Lediglich die Stückzahl muss dabei per Hand eingegeben werden, alles andere wird per Barcode-Scanner oder bei größeren Artikeln über Staplerterminals erfasst – je nachdem, ob es sich bei dem Lagermitarbeiter um einen Hand- oder einen Stapler-Kommissionierer handelt. Nachdem das System die korrekte Entnahme bestätigt hat, wird die Ware mit Kommissionieretikett und Fahrauftragsnummer versehen in den Versand befördert.

Dort unterscheidet die Software zwischen Aufträgen mit nur einer Position und solchen mit mehreren Positionen. Ist nur eine Position aufgeführt, ist das gleichbedeutend mit nur einem Kommissionierschein und einem Fahrauftrag. In diesem Fall leitet das System die Ware automatisch zum Verpacken weiter. Handelt es sich um einen Auftrag mit mehreren Positionen, wird die Ware solange zwischengelagert, bis alle Positionen kommissioniert sind.

Automatisierung gelungen

Das beleglose Kommissionieren gepaart mit dem neuen Logistikkonzept hat den Aufwand minimiert. Der gesamte Logistikprozess läuft bei Rala heute sehr geordnet und homogen ab. Die Integration des Lagerverwaltungssystems in die zentrale ERP-Software hat sich gelohnt. Die Laufzeiten sind heute deutlich kürzer, die Fehler geringer und die Kundenzufriedenheit höher. Dem Unternehmen ist damit ein guter Mix aus Mensch, Prozess und Automatisierung gelungen.

Die Zahlen sprechen für proALPHA

Hinter einer hervorragenden ERP-Branchenlösung steht ein starkes Unternehmen: Die proALPHA Gruppe überzeugt durch Innovationskraft, Anwender­zufriedenheit und Kundennähe – in Deutschland und weltweit.

proALPHA Facts & Figures